Archiv der Kategorie: Tips und Tricks zur Müllvermeidung

Hier posten die TeilnehmerInnen Tips + Tricks zur Müllvermeidung.

Zero-Waste für Jedermann (und -Frau) :)

Nachdem es auf diesem und anderen Blogs schon sehr viele ‚hardcore‘ Zero-Waste Tipps gibt, und mir schon öfter zu Ohren gekommen ist, dass sich viele davon abschrecken lassen, da sie das Gefühl haben, man müsse es entweder „ganz oder gar nicht machen“, dachte ich mir, es wäre gut, vielleicht ein paar ganz einfache Tipps und Ideen zu geben, welche wirklich jede*r machen kann, da sie weder viel Zeit noch Aufwand erfordern, aber gleichzeitig bereits große Mengen Müll einsparen. Einige wurden zwar schon mal genannt, aber es schadet sicher nicht, sich alles noch einmal in das Gedächtnis zu rufen 🙂

Zero-Waste für jedermann/frau, quasi.

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass nicht jede*r die Zeit und Hingabe mitbringt, beispielsweise komplett auf verpackte Lebensmittel, „first-hand“ Kleidung oder „ein-weg“ Hygieneartikel, zu verzichten. Vor allem, wenn man sehr beschäftigt und viel unterwegs ist, fällt das Müllvermeiden schwer.

Hierzu möchte ich nur eines (ermutigend) sagen: Jedes bisschen hilft. Ganz egal, ob du nur auf eine einzige ‚Müllvermeidungs-Front‘ achtest, das ist bereits super und spart über Tage, Wochen und Monate gesehen richtig viel Müll! 🙂  Lasst euch also nicht entmutigen.

Hier sind ein paar ganz einfache Ideen, wie man ohne viel Aufwand schon sehr viel Verpackungsmaterial und sonstigen Müll einsparen kann:

* wenn du dir ein Getränk bestellst, kannst du gleich dazusagen, dass du es ohne Strohhalm/Serviette/Spießchen/sonstigen Plastik/Holzschnickschnack möchtest

* für unterwegs kannst du immer gleich einen wiederverwendbaren Kaffee/Trinkbecher mitnehmen und dir sämtliche Getränke darin einfüllen lassen

* einfach ein zusammenfaltbares Stoffsackerl in die Handtasche/Rucksack geben -> kann man auch super aus kaputten Regenschirmen nähen! Die lassen sich sehr klein falten und dann mit dem Regenschirm-Klettverschluss zusammenhalten 😉

* wenn du länger unterwegs bist, denk vielleicht daran, dir deine eigene Brotzeit mitzunehmen (in wiederverwendbaren Behältern)

* überall in Graz sind Wasserbrunnen verteilt. Also einfach eine Wasserflasche mitnehmen und immer wieder auffüllen -> spart das Kaufen von Wasserflaschen unterwegs J

* zum Geschenke einpacken kann man einfach auch alte Zeitungen oder Altpapier verwenden

* wenn du gerne (und viel) Tee trinkst, nimm einfach öfter mal losen Tee statt Teebeuteln

* gegen unerwünschte Zeitungen und Werbung kann man einfach einen „Keine Reklame bitte“ Sticker auf dem Postkasten anbringen

* versuche öfters, deine Lebensmittelreste weiter zu verkochen. Inspirationen gibt es im Internet genügend 🙂 z.B. http://www.restlos-geniessen.com/index.php?id=restl-rezepte&L=0

Wie ihr seht, kann man schon mit wenig sehr viel bewirken!
Viel Spaß also weiterhin auf dem Weg zu weniger Müll 🙂

Angelika

Müll reduzieren im Haushalt – ein Überblick

Im Laufe der letzten beiden Jahre konnte ich das Müllaufkommen in meinem Haushalt deutlich reduzieren. Teilweise fällt nicht einmal mehr 10% dessen an, was vorher war! Für mich macht das ein gutes Gefühl, aber es hat auch den positiven Nebeneffekt, dass wir viel seltener Müll raustragen müssen. Das ist doch auch was, oder?

Heute möchte ich Dir einen Überblick geben, wie Du Dir meinen Haushaltsmüll vorstellen kannst.

Altmetall

ungefähr monatlich: 1 Tube Tomatenmark, 1 Tube Zahnpaste
unregelmäßig: ein bisschen Alufolie von Schokolade

Ich kaufe keine Dosen mehr. Tomaten werden selbst eingekocht oder in der Flasche gekauft, getrocknete Hülsenfrüchte bekomme ich lose im Bioladen und alles andere wie z.B. Maiskörner kann man auch im Glas kaufen.

Informationen, was alles in Aluminium verpackt ist und Alternativen dazu findest Du in meinem Beitrag Müll reduzieren beim Einkauf Teil 1. – Aluverpackungen.

Altglas

ungefähr monatlich: 1 Flasche Essig, 1 Flasche Öl
unregelmäßig: Bruchglas, falls einmal etwas runter fällt

Handelsübliche Twist-Off-Gläser werden gereinigt und für Marmelade, Chutney, Relish oder Vorratshaltung verwendet. Flaschen verwendet ich um Holunderblütensirup, Apfelsaft oder Kräutersirup einzukochen.

meine Gewürze werden in alten Gläsern aufbewahrt

meine Gewürze werden in alten Gläsern aufbewahrt

Altpapier

ungefähr wöchentlich: 2-3 Gratiszeitungen, die automatisch zugestellt werden
unregelmäßig: Briefumschläge, Einkaufszettel, Notizzettel, Verpackungen aus Karton und Papier

Mein Zeitungsabo habe ich schon vor langer Zeit gekündigt, Informationen bekomme ich aus dem Internet. Auch die Fernsehzeitung brauche ich nicht mehr, weil ich seit 3 Jahren keinen Fernsehempfang mehr habe (was mein Leben sehr bereichert hat!).

Seitdem ich den Aufkleber „Bitte kein unadressiertes Werbematerial“ verwende, hat sich mein Altpapieraufkommen drastisch reduziert. Statt mehrmals wöchentlich das Altpapier zu entsorgen reicht nunmehr alle 2 Wochen.

Die Kartons von Nudeln verwende ich übrigens um Biomüll zu sammeln und die Papiersäckchen von Zucker und Mehl werden gebraucht, um Getreide und Hülsenfrüchte im Bioladen zu kaufen. Dadurch fällt kein weiterer Müll an und ich brauche trotzdem nicht die schweren Vorratsgläser mitzunehmen.

den Aufkleber bekommt man gratis

den Aufkleber bekommt man gratis

Biomüll

täglich: 1-2 l Biomüll
unregelmäßig: Gras-, Strauch- und Blumenschnitt im Garten

Mein Garten ist so winzig, dass ich keinen eigenen Kompost habe, daher wandert mein Biomüll in die Biomülltonne.

Biomüll fällt bei mir wirklich sehr viel an, weil wir so viel Gemüse essen. Aber damit kann ich gut leben, denn das verrottet und ergibt fruchtbare Erde

Plastikmüll

wöchentlich: 1 kleiner Sack voll Plastikmüll (ca. 2 l)

Seit Mitte 2013 habe ich den Plastikmüll wirklich deutlich reduzieren können. Bis dahin hatten wir pro Woche durchschnittlich 50 – 60 l Plastikmüll.

Heute wird die Milch vom Automaten in die eigenen Flaschen abgefüllt, Obst und Gemüse beziehe ich lose über die Grüne Kiste oder am Bauernmarkt, Wurst, Käse und Fleisch kaufe ich unverpackt in selbst mitgebrachten Behältnissen und im Bioladen bekomme ich Getreide und Hülsenfrüchte lose zu kaufen.

Waschmittel, Geschirrspül- und Putzmittel kann ich im selben Bioladen in selbst mitgebrachte Gefäße abfüllen lassen.

Selbstverständlich habe ich immer eine Einkaufstasche mit, um meine Einkäufe nach Hause zu tragen.

Vieles, was ich nicht ohne Plastiverpackung kaufen kann mache ich selbst. Das bereitet mir einerseits Freude, andererseits habe ich ein gutes Gefühl, weil ich nicht nur Müll sondern auch Lebensmittelzusatzstoffe, die ich nicht mitessen möchte, vermeiden kann.

mein plasticfree July 2014

mein plasticfree July 2014

Ich bin mit den Plastikverpackungen jedoch nicht ganz so streng wie während des plastic-free-july (auf dem Bild oben sieht man übrigens den gesamten angefallenen Plastikmüll im Küchenbereich von einem Monat für 2 Personen), weil ich aus dieser Challenge gelernt habe, dass ich die Freude verliere, wenn ich dort, wo ich wirklich keine Alternativen finde, darauf verzichten muss.

Daher habe ich für mich entschieden dass es besser ist, wenn ich weiterhin 2l Plastikmüll pro Woche verursache statt irgendwann ganz damit aufzuhören, weil es mir nur noch auf die Nerven geht, dass es nur durch Verzicht möglich ist gar keinen Plastikmüll zu verursachen.

In meinem Beitrag Abschied vom Perfektionismus kannst Du meine Gedanken zu diesem Thema ausführlicher nachlesen, wenn es Dich interessiert.

Hygieneprodukte für Frauen

Wie ich es mit den Hygieneprodukten für die speziellen Tage halte, ist in meiner Beitragsserie „Müll reduzieren während den Tagen“ nachzulesen. Es fällt mittlerweile auch an diesen Tagen gar kein Abfall mehr an.

Monatshygiene

Altkleidung

Kleidung, die zwar noch gut ist, aber von mir aussortiert wurde, trage ich entweder zum Kleidertauschmarkt oder in den Kostnixladen.

Falls meine Lieblingskleidungsstücke oder Zubehör kaputt gehen, werden sie genäht oder repariert.

Tipps zur Müllvermeidung bei Kleidung sind in meinem Beitrag Was passiert mit Altkleidern zu finden. Wie weniger Müll bei Kleidung durch alternatives Verhalten entsteht, sind den Tipps für den Kleiderschrank zu entnehmen.

Unterwegs

Wenn ich länger unterwegs bin nehme ich meine Trinkflasche sowie eine kleine Jause in der Edelstahldose mit, falls ich zwischendurch Hunger bekomme. Gerade kleine Snacks im Vorbeigehen gekauft verursachen meist nämlich ganz viel Müll!

Restmüll

ungefähr monatlich: rd. 10 Wattestäbchen aus Papier, etwas Kehricht sowie der Inhalt des beutellosen Staubsaugers
unregelmäßig: verschmutztes Papier, kaputte Kleidungsstücke, kaputter Hausrat

Ich verwende Spültücher und Spülschwämme aus Stoff bzw. aus Garn selbst gestrickt bzw. gehäkelt, Taschentücher, Servietten und Küchenrolle wurden ebenfalls durch waschbare Alternativen ersetzt.

Auf meinem Blog ist auch eine Anleitung zu finden, wie man Spültücher aus alten Handtüchern selbst nähen kann.

Bereits seit ganz vielen Jahren fällt bei mir so gut wie kein Restmüll mehr an, da ich wirklich sehr genau den Müll trenne.

Abwasch collage

Müllvermeidung – abseits vom Lebensmitteleinkauf

Bislang gabs hier sehr viele tolle Tipps zum Thema Müllvermeidung beim Lebensmittelkauf. Maria hat ja schon Tipps zur Einkaufsplanung und für den verpackungsfreien Einkauf in Graz gepostet.

Bisher hab ich mich weniger mit Zero Waste, sondern eher mit der Reduktion von anfallenden Verpackungen bzw. der Einsparungen von Produkten im Allgemeinen beschäftigt. Und ich nehm es gleich vorweg: die Auflistung der Möglichkeiten, die ich euch jetzt geben möchte ich wahrscheinlich mehr für die „Bastler“ und experimentierfreudigen unter euch. Die Produkte sind zugegebenerweise nicht ganz verpackungsfrei, doch wer sich lediglich eine Reduktion des anfallenden Mülls als Ziel gesetzt hat, könnte unter den Tipps doch den einen oder anderen nützlichen Hinweis finden.

Selbermachen

Wer ohnehin Seifen anstatt Duschgel verwendet kann aus den kleinen, unhandlichen Seifenstückchen Flüssigseife herstellen. Einfach die Seifestückchen raspeln und mit heißem Wasser übergießen. Gut umrühren und in Flaschen abfüllen.

Flüssigwaschmittel kann man ebenfalls sehr preiswert selbst herstellen. Eine Anleitung dazu hab ich auf meinem Blog gepostet. Reduziert den Plastikmüll sehr deutlich und die hergestellte Menge reicht zumindest für ein, zwei Monate aus.

Abschminkpads kann man aus allem Möglichen herstellen. Ich hab dafür alte Geschirrtücher und Stoffreste verwendet. Aber auch Fleece und alte, weiche Handtücher eignen sich sehr gut dafür. Für die Wattepads zum Nagellack entfernen ist mir bislang noch keine Alternative eingefallen. Vielleicht wisst ja ihr was.

Seit einem Jahr verwende ich selbst gemischten Badreiniger. In der Reinigungswirkung einfach grandios und spottbillig. Einfach 1 EL Apfelessig und 1 EL Zitronensäure mit 500 ml warmen Wasser in einer alten Sprühflasche vermischen.

Zum Abwaschen verwende ich alte Handtücher, die ich zu einer angenehmen Größe zurecht geschnitten hab. Einfach im Zickzack drumherum nächen, fertig. Die werden nun auch deutlich öfter gewaschen als die gekauften Abwaschtücher, also insgesamt ein Hygieneplus. Aus den alten Abwaschtüchern werden dann die Putzlappen.

Auch Küchenrolle, Stoffservietten und Stofftaschentücher kann man aus alten Geschirrtüchern bzw. Handtüchern oder T-Shirts machen.

EDIT: Zufällig gerade darüber gestolpert: ein Beitrag von Trash is for Tossers zum Thema „Beauty Produkte zum Selbermachen“. Genial!!

Mehrweg statt Einweg

Hier hab ich mir ein paar Gedanken zu Produkten gemacht, an die man beim Einkaufen weniger denkt (wie Batterien, Butterbrotpapier, Rasierer etc.) und die trotzdem in irgendeiner Form Müll produzieren.

„Shopping“

Nun ja, Frauen kennen es: die eine oder andere Belohnung MUSS manchmal einfach sein. Wer dabei trotzdem (mülltechnisch) ein einigermaßen gutes Gewissen haben möchte: Gebraucht ist das neue Neu. Egal ob Kleidertauschpartys, Bibliotheken, Bücherbörsen, willhaben oder Gebrauchtläden oder der Kostnixladen. Irgendwann findet man bestimmt irgendwo das, was man gerade sucht. Und wenn nicht immer alles sofort verfügbar ist, wird Einkaufen auch wieder irgendwie „spannend“.

Im letzten Punkt, der sich hinter dem Weiterlesen Link versteckt, gehts um die weibliche Monatshygiene, die ja auch Unmengen an Müll produziert. Also, wer nicht über Alternativen abseits von Tampons und Binden nachdenken möchte, bitte nicht weiterlesen 🙂

Falls jemand Anregungen und Tipps hat, bitte unbedingt in den Kommentaren ergänzen.

Weiterlesen

Tipps und Anregungen von der Kick-Off Veranstaltung

Wie heut früh schon angekündigt, kommt jetzt noch eine kurze Zusammenfassung (diesmal wirklich kurz 😉 ) der ersten Tipps und Anregungen aus den Diskussionen der Kick-Off Veranstaltung.

Zunächst einmal ist es wichtig, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie man selbst denn Müll definiert. Gehört der Kassazettel dazu, den man nicht möchte, der aber trotzdem gedruckt wird? Ist das dann trotzdem mein Müll, wenn ich ihn im Geschäft lasse? Ist der Strohhalm, welcher in meinem Getränk ist, mein Müll? Was, wenn ich in ein Restaurant Essen gehe? Woher weiß ich, wie viel Müll ich dabei produziere? Wenn ich Dumpstern gehe, finde ich ständig abgepackte Lebensmittel – wie soll ich damit umgehen? Zählt das dann sofort zu meinem Müll, obwohl ich es eigentlich aus dem Müll gerettet habe?

Dies sind einige Denkanstöße, welche in den letzten Tage häufig auftauchten und welche während der Woche im Blog diskutiert werden sollten.
Hierbei gibt es natürlich weder richtige, noch falsche Antworten. Ich fände es auch falsch, wenn wir euch Antworten vorgeben würden, da es sich hierbei um sehr individuelle Meinungen und Einschätzungen handelt. Wie immer gilt also, ihr definiert es euch selbst und macht euch dabei auch die Regeln selbst.

Gut ist es vielleicht auch, wenn ihr euch die Woche unter ein persönliches Motto stellt. Das kann von ‚plastikfreier Woche‘ bis zu ‚komplett zero waste‘ alles sein.

Wenn du auswärts Essen gehst, sei vielleicht einfach mal neugierig und frech und frag nach, wie viel Müll sie denn beim Kochen so produzieren. Ob sie große oder kleine Konserven nehmen, viel Essbares wegwerfen, vielleicht mit Foodsharing kooperieren usw.

 

Erste Tipps

* Woher bekomme ich Milch unverpackt? -> bei einem Milchautomat

* Ich habe leider nicht oft genug Zeit, zu einem Milchautomaten zu fahren. -> Milch kann man wunderbar einfrieren, sowohl in Glasflaschen (Deckel erst nach dem Gefrieren zumachen!) als auch in Plastik/Tupperbehältern; für (Eis-)Kaffees kann man Milch auch in Eiswürfelformen einfrieren

* Gibt es Mineral-Soda Flaschen ohne Plastikverpackung? -> leider wusste das niemand; falls jemand eine Idee hat, immer her damit!

* Wo kann ich in Graz verpackungsfrei einkaufen? -> siehe Blog Post bzw. auf Facebook: Zero Waste Austria Gruppe; außerdem ein Auszug an Ideen hier:

Käse: Franziskanerplatz und Kaiser-Josef-Platz

Grottenhof (Dienstag + Donnerstag) Käse + Wurst offen, Milchautomat (1,10 / Liter)

Milchautomat Göstingerstraße Bulme (0,90 Cent / Liter)

Farmers Bioladen

Kornwage (Käse unverpackt, Oliven, etc – alles unverpackt, Getreide, Hülsenfrüchte)

Bauernmärkte

Türkische Lebensmittelhändler – sehr verpackungsfrei, einzeln

Kaffee bei Eduscho / Tschibo

Bücher – Ebook?

Biokiste

 

Die perfekte Ausrüstung:
Stoffsäcke – immer mitbringen, Edelstahlboxen (man muss natürlich keine kaufen, Tupper geht auch sofern man mit Plastik einverstanden ist), Glasflaschen

 

Hilfreiche BLOGS

Marias Widerstand-ist-Zweckmäßig-Blog

Sandra Krautwaschls Kein Heim für Plastik

 

Einkaufsplanung – gut geplant ist halb gewonnen

Ohne gute Planung geht gar nix

Für die zero-waste-challenge wurde ich nach meinem besten Tipp zur Müllvermeidung gefragt.

Zerowaste funktioniert nur mit guter Organisation. Plane, was Du kochen bzw. essen möchtest, schreibe eine Einkaufsliste und rüste Dich für den Einkauf mit dem passenden Zerowaste-Equipment (Einkaufstasche, Gemüsenetz, Dose, Glas bzw. Flasche mit Deckel, Papiersack & Co) aus.

Gut ausgerüstet zum Einkauf

Wenn man Lebensmittel ohne Verpackungsmüll einkaufen möchte, dann geht das nicht eben mal spontan, man muss das planen und vor allem die richtige Ausrüstung mitnehmen, damit man seine Einkäufe auch müllfrei verpackt sicher nach Hause bringen kann.

zerowastee-quipment Basis

Auf diesem Bild siehst Du meine Basisausrüstung, die sehr häufig zum Einsatz kommt. Eine große Einkaufstasche ist natürlich Selbstverständlichkeit. Dünne Baumwolltaschen ergänzen diese, falls es doch ein bisschen mehr wird oder der Salat doch nicht in die dünnen Stoffsäckchen passt, die ich für den Einkauf von Obst und Gemüse selbst genäht habe.

Käse und Schinken lasse ich in Edelstahldosen einpacken und für Hülsenfrüchte, Samen, Trockenfrüchte und Tee nehme ich meist das Glas bereits mit, in dem ich danach die Lebensmittel aufbewahren werde.

Alternativ verwende ich leere Mehl-, Zuckersäcke oder andere Papiertüten um Getreide, Haferflocken & Co mit nach Hause zu nehmen.

Manchmal darf es auch ein bisschen mehr sein

Um Fleisch zu kaufen, habe ich eine etwas größere Dose aus Edelstahl und wenn ich Putzmittel einkaufe, nehme ich alte Flaschen mit.

Um Milch vom Automaten zu holen, muss ich natürlich meine Milchflaschen mitnehmen. Dazu verwende ich gebrauchte Tomatenflaschen und habe einen Klapperschutz genäht, damit sie nicht umfallen in der Tasche.

zerowasteequipment speziell

Nicht nur WIE, auch das WO ist wichtig

Es macht für mich wenig Sinn, sich immer wieder die Nase einzurennen und bei den großen Supermärkten den Versuch zu starten, verpackungsfrei einzukaufen um danach frustriert zu sein. Natürlich gibt es immer wieder auch im Supermarkt einzelne „Highlights“, nicht alles ist in Plastik verpackt aber doch das meiste.

Ich habe daher akzeptiert, dass ich hauptsächlich auf Bauernmärkten und in gewissen Geschäften einkaufe, wenn ich bei meinem Einkauf so wenig Müll wie möglich verursachen möchte.

Wie schon oben geschrieben, Planung ist alles. Wenn man im voraus plant, was man kochen möchte, kann man die Häufigkeit der Einkäufe deutlich reduzieren und es ist dadurch meist dann auch kein Problem, wenn nur 1-2 x pro Woche der Bauernmarkt stattfindet. Mit ein bisschen Organisation kann man sich viele Wege sparen.

In meinem Beitrag „verpackungsfrei einkaufen in Graz“ findest Du viele Tipps, wo Du welche Lebensmittel verpackungsfrei einkaufen kannst.

Extratipp:

Wenn Du bei der Essensplanung auf Deine Termine achtest, kannst Du vor einem stressigen Tag vielleicht etwas mehr kochen, damit Du, wenn wenig Zeit ist, das Essen nur noch aufwärmen musst. Dadurch kannst Du spontane telefonische Essensbestellungen vermeiden, wenn Du unter zeitlichem Druck und hungrig bist.

Linktipp:

Auf meinem Blog findest Du eine Übersicht über alle meine bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.

verpackungsfrei einkaufen in Graz – ein Sammelbeitrag

In meinem ersten Beitrag für die zero-waste-Challenge möchte ich eine Sammlung von Möglichkeiten, verpackungsfrei in Graz einzukaufen, beginnen.

Ergänzungen mittels Kommentar sind ausdrücklich erwünscht! Wenn im Laufe der Woche diese Liste durch unsere Erfahrungen noch erweitert wird, möchte ich am Ende der Challenge noch einmal eine ergänzte Aufstellung machen.

Obst und Gemüse

Obst und Gemüse kann man fast überall ohne Verpackung einkaufen, sogar in Supermärkten. Auch in den verschiedenen Bioläden bekommt man verpackungsfreies Obst und Gemüse in Bioqualität. Im Bioshop in Wetzelsdorf habe ich übrigens sogar lose Champignons gefunden.

Am besten bringt man dazu Stoffsackerl mit. Ich habe mir aus einem alten Vorhangstoff dünne durchscheinende Gemüsesackerl genäht. Alternativ kann man einfache Baumwolltaschen verwenden.

meine selbst genähten Gemüsesäcke

meine selbst genähten Gemüsesäcke

Mein bevorzugtes Einkaufsgebiet für Obst und Gemüse sind jedoch die zahlreichen Bauernmärkte in und um Graz. Eine Übersicht wann und wo ein Bauernmarkt stattfindet findest Du in dieser Aufstellung.

Bauernmärkte haben zusätzlich den Vorteil, dass das Obst und Gemüse wirklich regional und saisonal ist und auch im Hintergrund kein bis kaum Verpackungsmüll anfällt, was im Supermarkt leider oft nicht der Fall ist (Obst und Gemüse wird in Kartonsteigen geliefert und angeboten, teilweise lose auf Plastiktassen verpackt…). Im Supermarkt fällt auch meist ein ausgedrucktes Preispickerl an, das man auf jeden Fall nehmen muss.

Brot

Das ist neben Obst und Gemüse die leichteste Aufgabe, es gibt in Graz ganz viele gute Bäckereien, die das Brot selbst backen und auch offen anbieten. Bitte immer eine Stofftasche mitbringen, um das Brot ohne Verpackung nach Hause tragen zu können.

Brot vom Bäcker

Brot vom Bäcker

Über den Einkauf und die richtige Aufbewahrung von Brot habe ich vor kurzem auf meinem Blog einen Beitrag geschrieben.

Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse

Bioäden Kornwaage, Matzer, Farmers Ernte sowie Kräuterhaus Brantner. Auch manche kleinen Türkenläden sind dafür ein Tipp.

Für diesen Einkauf habe ich alte Mehl- und Zuckersäcke aus Papier aufgehoben oder verwende jene Gläser, die danach gleich als Vorratsglas dienen.

bereit für den verpackungsfreien Einkauf

bereit für den verpackungsfreien Einkauf

Gewürze, Trockenfrüchte und Tees

Bioladen Kornwaage, Reformhaus Wurzelsepp, Reformhaus Brantner, orientalische Gewürze Reitschulgasse.

Auch in der Apotheke kann man losen Tee, speziell verschiedene Heiltees, kaufen.

Nüsse und Trockenfrüchte kann man auch offen kaufen

Nüsse und Trockenfrüchte kann man auch offen kaufen

(Soja-)Milch

(Soja-)milch in Pfandflaschen gibt es in der Kornwaage und beim Matzer zu kaufen.

Ich bevorzuge die Frischmilchautomaten, welche alle 24/7 geöffnet sind z.B. oberhalb der Bulme, Gratwein Lagerhaus, oberhalb vom Bioladen Grottenhof, angeblich auch Radegunderstraße und Ragnitzstraße gegenüber der Kirche.

Abfüllen kann man die Milch in alte Tomatenflaschen oder auch in alte Weinflaschen.

Milch vom Milchautomaten

Milch vom Milchautomaten

Eier

Eier kann man auf Bauernmärkten, in Bioläden aber auch z.B. beim Lagerhaus in Gratwein lose kaufen. Am besten einen alten Eierbecher mitbringen und diesen immer wieder verwenden.

Käse, Frischkäse, Topfen

Bioladen Grottenhof, Kasalm am Kaiser Josef Platz, Bioladen Kornwaage. Schafkäse bekommt man auch in den kleine Türkenläden z.B. Akdag Ecke Josefigasse offen zu kaufen.

Achtung! Die Kasstubn in der Franziskanergasse hat leider seit Anfang Mai geschlossen…

Den Käse kann man übrigens gleich in den mitgebrachten Dosen oder unter einer Käseglocke aufbewahren.

Aufbewahrung von Käse in der Käseglocke

Aufbewahrung von Käse in der Käseglocke

Joghurt und Sauerrahm

Man bekommt Joghurt und Sauerrahm in Pfandgläsern in der Kornwaage, Bioladen Grottenhof aber z.B. auch im Lagerhaus.

Joghurt selber zu machen ist aber auch keine Hexerei, eine Anleitung findest Du hier.

selbst gemachtes Fruchtjoghurt

selbst gemachtes Fruchtjoghurt

Wurst, Schinken und Fleisch

Leider wird man in den üblichen Supermärkten mit der mitgebrachten Dose selten Erfolg haben. Ich bevorzuge daher kleine Fleischhauer, die da wesentlich lieber dem Kunden entgegen kommen.

Im Bioladen Grottenhof gibt es Schinken und Rohschinken und auf den Bauernmärkten werden harte Würstel und Speck angeboten.

Leider ist es besonders schwierig Huhn und Pute ohne Verpackung zu bekommen. Beim Draxler am Jakominplatz bekommt man Huhn und Hühnerteile unverpackt zu kaufen. Zuletzt habe ich Hühnerfleisch auch in einem kleinen Türkenladen am Fröbelpark offen gefunden.

gerüstet für den Einkauf von Käse und Schinken

gerüstet für den Einkauf von Käse und Schinken

Essig, Öl, Säfte

Vom Fass Glockenspielplatz

Manche Bauern nehmen die Kernölflaschen auch gerne wieder zurück um sie wieder zu verwenden.

Am Bauernmarkt bekommt man vor allem Apfelsaft auch oft in Pfandflaschen zu kaufen.

Säfte kann man sehr einfach selber machen. Gerade blüht der Holunder, eine Anleitung ist auf meinem Blog zu finden.

Oliven

Kornwaage, Türkenläden

Putzmittel

Im Bioladen Kornwaage kann man Putzmittel in selbst mitgebrachte Gefäße abfüllen lassen.

Putzmitteltankstelle

Putzmitteltankstelle

Hygiene- und Kosmetikprodukte

Leider habe ich bisher nur Lush gefunden. Man bekommt hier fast alles unverpackt zu kaufen, jedoch weiß ich aus verlässlicher Quelle, dass sehr wohl im Hintergrund sehr viel Müll produziert wird, der nicht auf den ersten Blick sichtbar ist.

Seife kann man unverpackt auch im Reformhaus Brantner kaufen.

Linktipp:

Bioläden in Graz
Bauernmärkte in Graz

Fragen und Ergänzungen

Ich habe sicher nicht an alles gedacht, bitte stelle Deine Frage im Kommentar und ich werde versuchen, eine Lösung zu finden.

Weiters freue ich mich über Kommentare, die diese Liste ergänzen und erweitern.

einkaufeningraz collage

Verpackungsfreies Einkaufen – wie?

Nachdem wir bereits eine Liste erstellt haben, wo man in Graz denn verpackungsfrei einkaufen kann, möchte ich nun ein paar Tipps geben, wie man dies am besten bewerkstelligt.
Nur vorweg – komplett ohne Verpackung wird bei einigen Produkten (z.B. Fleisch) nur schwer funktionieren. Aber dafür könnte man sich überlegen, solche Produkte weniger zu konsumieren und sie zum Beispiel für spezielle Anlässe aufzuheben 🙂

Generell gilt – am besten immer gut vorbereitet einkaufen gehen. Das heißt Stoffsackerl, Tupper-, Edelstahl- oder Glasbehälter und wiederverwendbaren Kaffeebecher mitbringen, um sichergehen zu können, dass man nicht auf Plastikverpackungen oder –sackerl zurückgreifen muss. Außerdem hilft es, genau zu wissen, wie viel man wovon kaufen möchte, um dann im Nachhinein nicht Lebensmittel wegwerfen zu müssen.

Wenn man Produkte in Verpackungen kauft, lohnt es sich darüber nachzudenken, aus welchem Material diese sind und was nach der Benutzung daraus wird. Aluminium und Plastik sind wohl die gängigsten, aber auch wenig erwünschenswerten Alternativen, da sie sowohl für den Körper, als auch für die Natur schädlich sind, wohingegen Behälter aus Glas eine möglicherweise bessere Wahl darstellen, da man diese nach Gebrauch weiterverwenden oder recyclen kann.

Beim Kauf von Obst und Gemüse ist es auch eine gute Möglichkeit, auf ein neues Papiersackerl zu verzichten und die Lebensmittel lose in ein Stoffsackerl oder ein mitgebrachtes Papiersackerl zu geben. Wer gerne näht, kann auch ganz leicht aus alten leichten Stoffresten selbstgemachte Obst- und Gemüsesackerl nähen.

Auf http://www.besserhaushalten.de/essen-leben/ueber-den-tellerrand/muellvermeidung-und-muelltrennung.html gibt es diese kurzen, prägnant zusammengefassten Einkaufstipps:

  • Beim Einkaufen Körbe oder Taschen mitnehmen
  • Aufwändig verpackte Lebensmittel möglichst meiden
  • Lebensmittel mit umweltfreundlichen (d.h. wiederverwertbaren) Verpackungen bevorzugen, wie z. B. Mehrwegpfandflaschen, Karton- bzw. Papierverpackungen, wenig Verbundstoffverpackungen
  • Lebensmittel so einkaufen, dass sie auch rechtzeitig verbraucht werden können (Mindesthaltbarkeitsdatum beachten)
  • Großpackungen statt viel kleine Packungen kaufen (z.B. bei Kondensmilch)
  • Nachfüllpackungen kaufen
  • Auf Mogelpackungen und Zweitverpackungen achten (z. B. Joghurts mit Kartonbanderole, Dosen in Karton)

 

Auch beim Kleiderkauf kann man Müll vermeiden, indem man einerseits selbst vermehrt second-hand Kleidung kauft und andererseits seine ungewünschten Kleidungsstücke an second-hand Läden oder gemeinnützige Einrichtungen weitergibt.

Selbst der Einkauf von Pflegeprodukten muss nicht mit Müll verbunden sein – indem man statt fertiger Pflegeprodukte einfach die Rohmaterialien kauft und sich die Cremes und Lotionen selbst macht 🙂 Dies spart jede Menge Verpackungsmüll, und als großes Plus weiß man am Ende ganz genau, was in den Produkten drin ist. Keine versteckten ungesunden Chemikalien mehr!
Abschminktücher kann man ebenfalls ganz einfach selbst nähen und statt wegwerfen waschen.

Für die Zahnhygiene gibt es wunderbare Bambus-Zahnbürsten, welche man nach ihrer Lebensdauer einfach kompostieren kann. Normale Zahnbürsten können leider weder wiederverwendet, noch recyclet werden und produzieren dadurch einen gigantischen Berg an Müll.

Bei Hygieneprodukten für Frauen gibt es statt Tampons und Einweg-Binden entweder wiederverwendbare Binden (welche ebenfalls in der Waschmaschine gewaschen werden) oder aber man kann Mooncups benutzen.

Ich hoffe, das gibt euch ein paar (neue) Ideen, wie ihr die Zero Waste Challenge angehen könnt.
Natürlich sind zusätzliche Tipps und Tricks, sowie Kommentare immer gern gesehen!