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7. Tag in Bielefeld und Rückblick

7. Tag
Da haben wir uns über einen müllfreien Tag gefreut, dann ist doch etwas Folie angefallen. Aber immerhin. Wir haben viele Reste aufgebraucht, und somit ist auch sonst nichts mehr angefallen.

7_Tag_Folie

Fast geschafft, dann viel doch etwas Plastikfolie an.

Rückblick
Abschließend nach einer Woche ist zwar schon einiges an Müll zusammen gekommen, aber wir freuen uns trotzdem über das Ergebnis. Die Woche hat uns sehr sensibilisiert und wir werden einiges für unseren weiteren Alltag übernehmen.

Insgesamt haben wir zu zweit 316 Gramm Müll produziert (ein bisschen geschönt, ich denke 50 Gramm sind unterwegs verloren gegangen, bzw. bei Freunden im Eimer gelandet)

Papiermüll:
Papiermüll ist nicht sehr viel angefallen. Kassenbons lassen sich leider nur in wenig Geschäften vermeiden. Neben der Verpackungen für Mehl, Zucker und Haferflocken, für die wir hier keine Alternative gefunden haben, besteht der Papiermüll aus Banderolen und Etiketten der Glasflaschen.

Papier

Der Papiermüll der gesamten Woche: 129 g

Plastikmüll:
Der Plastikmüll besteht aus einigen Altlasten von vor der Challenge, aber ich fürchte es wird auch weiterhin welcher bei uns anfallen. Ein paar Fleisch- und Milchprodukte, wie Frischkäse und Sahne, oder auch Wurst und Fleisch wird es auch weiterhin in Plastikverpackung bei uns geben, bis wir eine Alternative gefunden haben. Hier wägen wir einfach ab zwischen regionalen Produkten, Bio und der Qualität (und leider spielen da auch ein paar finanzielle Beweggründe mit).
Jedoch werden wir unser Sortiment an Reinigungsmittel und Seifen/Kosmetik sehr verändern. Mehr nachfüllen, mehr selber machen und alternative Produkte testen. (Heilerde für die Haare finde ich jetzt schon super!)

Plastik

Unser Plastikmüll: 115 g

Metall:
Die Getränkedose wurde mitgebracht, hier bleiben wir bei Glas. (In Deutschland gibt es zwar das „wichtige“ Dosenpfand, aber Müll bleibt nunmal Müll, auch wenn man ihn zurückgeben kann).

Metall

Der angefallene Metallmüll: 72 g

Was lernen wir aus der Woche?

Planen vermeidet Müll.
Stoffbeutel und Dosen gehören jetzt zu unserer Grundausstattung wenn wir einkaufen gehen, um schon im Geschäft Verpackung zu vermeiden. Gemüse, Obst, Eier gibt es am nur vom Hof oder Markt, und Milch und Joghurt vom Hofladen im Mehrwegglas. Und Oliven und Fetakäse bei unserem neuen griechischen Lieblingsladen.

Selber machen spart viel Müll ein.
Neben dem Müll sparen hat das selbermachen den Vorteil, dass man selber entscheidet was ins Essen kommt. Irgendwie ist man fast ein bisschen befreit, wenn man durch den Supermarkt läuft und merkt das man vieles gar nicht mehr kaufen „muss“. (als würde man das System ein klein bisschen durchschauen 😉

Müll sparen fördert die Kommunikation.
Auch wenn es manchmal anstrengend sein kann, aber man spricht mehr mit Menschen die in den Geschäften arbeiten und bekommt viel Zuspruch. Vielleicht wirkt es ja ansteckend!

Weniger Müll bedeutet seltener den Müll runter bringen.
Finde ich persönlich top.

Wir freuen uns Teil der OpenZeroWasteChallenge zu sein! Weiter gehts!

7TageMüll

7 Tage OpenZeroWasteChallenge

6. Tag in Bielefeld

Verdammt, heute ist wirklich einiges zusammen gekommen, aber der Kuchen war einfach unverzichtbar, wenn es schon keine unverpackte Schoki gibt … ich habe jedoch völlig unterschätzt, wie viel Müll dabei entsteht. Einige Altlasten waren auch noch dabei und auch ein paar Suchtmittel, die ich nicht zu ersetzen weiß (Sändi, ist Remoulade zu ersetzen???).

Tag_6_Müll

Müll vom Alltag

Und jetzt wo die Fertigprodukte endlich aufgebraucht sind, kommen mir die Produkte, die wir selber machen können, auch nicht mehr ins Haus. (fertiger Vanillezucker? Ist doch eigentlich auch Quatsch)

Der Kuchen für mein Gemüt war heute wichtig. Irgendwie empfinde ich es zwischendurch auch anstrengend jedem zu erklären warum man diese Challenge macht, warum Müll vermeiden wichtig ist und worauf man achtet – während alle um einen herum ihre Coke aus der Dose trinken und einem sagen, wie toll sie das finden, dass wir bei der Challenge mitmachen. Und das Gefühl durch einen Supermarkt zu gehen, ist im Moment wirklich erschreckend. Auch wenn ich mich schon vorher mit der Thematik beschäftigt habe, ist mir noch nie so bewusst wie im Moment aufgefallen, dass einfach alles eingepackt und aus Plastik ist! Es wirkt gar nicht real, mehr wie eine Theaterkulisse!

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Kuchen fürs Gemüt

Ansonsten war Rasmus heute Siebdrucken und hat Papiertücher zum Reinigen gebraucht und Kreppband zum Abkleben des Siebes.

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Müll vom Siebdrucken

Ergebnis:
ein paar Papierhandtücher, ein paar Streifen Kreppklebeband, 2 leere Tuben, 2 Plastikverpackungen, 4 Papierverpackungen, 1 Plastikflasche und 1 Plastikversiegelung

4. + 5. Tag in Bielefeld

Wir merken, dass wir in der Küche mit etwas Planung und Organisation und etwas mehr Handarbeit sehr viel Müll vermeiden können. Und sind sehr erfreut, dass unser Müllbeutel für diese Woche immer noch recht überschaubar ist.

Ein bisschen Müll ist natürlich trotzdem angefallen … zum Beispiel eine Getränkedose, die uns ein Freund zum Grillen mitgebracht hat … Weiterhin eine neue Zahnbürste, aus Plastik, eingepackt in viel Plastik mit einer „kostenlosen“ Minibürste, die völlig unbrauchbar ist. So kauft man etwas, und weiß schon vorher, dass es direkt in die Tonne fliegt. (Die Zahnbürste lag noch im Vorratsschrank, die ökologische Alternative wird nächstes Mal ausprobiert, aber verdammt, die ist wirklich teuer.) Zusätzlich noch ein paar Kronenkorken von den Bieren gestern Abend. Die alte Zahnbürste eignet sich noch super zum Fahrrad putzen, die bekommt also ein zweites Leben.

Heute waren wir Radfahren und haben in einem Café eine Schorle getrunken und absolut nicht daran gedacht, dass diese mit Strohhalm kommen könnte – da war es schon zu spät.

Ergebnis 4. + 5. Tag

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1 Dose, 1 Zahnbürste-Verpackung + Minibürste, 5 Kronenkorken, 2 Strohhalme

Da es in der Küche so gut klappt, gibt es einen Plan, was wir in der nächsten Zeit probieren werden. Wir haben uns umgeschaut, wo bei uns viel Müll anfällt, auch wenn er diese Woche nicht neu dazu gekommen ist. Im Badezimmer reihen sich einige Plastikverpackungen aneinander … Wenn unsere Kosmetikprodukte sich dem Ende neigen, werden wir die vielen tollen Tips von euch allen mal ausprobieren! Und das nächste ausrangierte Shirt bekommt ein gesticktes Initial und kommt als Tuch in die Hosentasche – hat doch eigentlich auch viel mehr Stil als die Papiertücher.

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Ich fände es auch schön, wenn der Blog erhalten bleibt! Ich denke, für die wenigsten von uns endet das Müllvermeiden mit dieser Woche und der Austausch mit Gleichgesinnten über diesen Blog tut gut!

In dem Sinne – weiter gehts!

3. Tag in Bielefeld

Gestern war es schon zu spät, daher hier der Nachtrag zum 3. Tag … Gestern ging es wieder zum Hofladen für das Wochenende einkaufen. Diesmal sind wir besser ausgerüstet, mit genügend Taschen und Verpackungen. Die gebrauchte Zuckertüte wird heute für Brot genutzt! Die Verkäuferin fragt nach unseren Erfahrungen und greift auch gar nicht mehr zu den Plastiksackerln. Sie ist ziemlich erschrocken darüber, dass man Chips und Schokolade nicht ohne Verpackung kaufen kann. Das macht mich ehrlich gesagt auch fertig, also gibt es morgen Kuchen!

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Brot im Zuckersackerl

Wir finden hier leider keine Möglichkeit Mehl, Zucker und andere Backwaren abzufüllen, daher wird Mehl, Zucker, Butter, Germ und Sahne (Sahne im Glas ist so teuer, verdammt!) in Verpackung gekauft.

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Der Einkauf für die nächsten Tage. Zucker, Mehl, Germ, Butter, Sahne und Fleisch verpackt …

Abends sind wir zum Grillen verabredet, mein neuer griechischer Lieblingsladen hat leider schon zu, so muss ich den Schafskäse verpackt, ohne ihn vorher probieren zu können, im Supermarkt kaufen. Ein Stück Alufolie zum Grillen fällt an und der Espresso hinterher kommt aus der Kapsel. Unglaublich, zusätzlich ist jede Kapsel auch noch verpackt!

Ergebnis:
Papierverpackung für Mehl, Zucker, beschichtetes Papier für Butter und Germ, Schlag im Plastikbecher, alte Klebe-Etiketten von leerem Duschgel und Gläsern, 3 Kassenbons, 2 Papierbanderolen an der Milch, Plastikverpackung von Schinken und Fleisch (die Verpackung ist gestern leider in den Mülleimer geflogen) und eine Kapsel samt Verpackung, etwas Alufolie

3_Tag_Müll

Der Müll des Tages etwas verfälscht – ein paar Dinge sind bei leider Freunden im Mülleimer gelandet, statt in unserem Beutel. Kaffee in der Kapsel und extra Verpackung und der eingepackte Käse hätte nicht sein müssen …

  Lerne: Spontanität macht oft mehr Müll!

Was mich sonst noch aufregt: Ich habe ein paar erschreckende und auch spannende Artikel über Coffee-To-Go-Becher gelesen. Vor einigen Wochen habe ich festgestellt, dass ein Cafe bei uns in der Stadt ausschließlich Wegwerfbecher verwendet (selbst wenn man sich in das Cafe setzt!) – damit wollen sie das Gefühl des „Urban-Street-Style-Cafes“ unterstützen … hä? Da ich auch vorher noch nie in dem Cafe war, merken sie es noch nicht einmal, wenn ich es boykottiere … schade.

2. Tag in Bielefeld

Nachträglich noch eine kurze Vorstellung … wir sind Rasmus und Christin, wir haben zwei Jahre in Graz gelebt und so was wie eine zweite Heimat gefunden. Hier haben wir auch Sandra kennen gelernt, die uns mit der Zero Waste Challenge angesteckt hat. Im Moment sind wir in unserer eigentlichen Heimat, in Bielefeld in Deutschland. In Graz wüssten wir eine Reihe von Möglichkeiten wo wir immer eingekauft haben, auch wo man auf Verpackung verzichten kann, in Bielefeld müssen wir uns erstmal wieder neu orientieren.

So viel zu uns, hier unser 2. Tag:
Direkt zum Frühstück der erste Müll, wir haben leider noch kein Geschäft gefunden, das Haferflocken lose verkauft. Die Verpackung landet jetzt in meiner Tasche, falls wir noch einen Laden finden. Außerdem war noch eine Milch im Tetra Pak zu leeren, das Kaffeepulver kommt zwar im Baumwollsackerl, aber es ist zusätzlich noch in einer dünnen Tüte verpackt.

Ein bisschen Planung bedarf diese Woche schon – so steht auf dem Einkaufszettel neben den Produkten auch die notwendigen Behälter die ich zum einkaufen mitnehmen muss.

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Neben den Produkten stehen ab jetzt auch immer die Gefäße an die wir denken müssen.

Ich freue mich irre über den kleinen griechischen Laden gar nicht weit von unserer Wohnung entfernt. Hier kann ich mir Schafskäse und Oliven in Dosen abfüllen und nebenbei noch selber darüber entscheiden, wie viel Gramm in meinem Einkauf landet. Außerdem kann man unverpackte Oliven vorher probieren! Der nette Ladenbesitzer freut sich genauso über die Challenge und lässt uns gar nicht mehr gehen und diskutiert lange mit uns über Plastiktüten, Plastikflaschen und Müll an griechischen Stränden. Zum Schluss gibt er uns noch einen schönen Satz mit auf den Weg: ›Jeder Schritt bringt dich ein kleines bisschen näher an dein Ziel.‹ Ich hätte mich auch über einen Ouzo gefreut … aber vielleicht nächstes Mal, wenn ich bei ihm die unverpackten Bohnen kaufe! Das ist nämlich ein schöner Nebeneffekt der Challenge: man kommt mit vielen Leuten ins Gespräch. Müllvermeidung schafft also auch Kommunikation 😉

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Oliven und Käse abgefüllt, aber leider mit einem Plastikhandschuh.

Ergebnis:
1 beschichtetes Papiersackerl (Haferflocken), 1 Tetra Pak (Milch), 1 Kronkorken (Bierflasche von gestern Abend), 1 Plastikhandschuh (damit wurde der Käse in die Box gelegt…), 1 Butterverpackung (dafür haben wir leider noch keine Alternative gesehen),  1 Klebeetikett (Obstwaage), 1 Plastiktüte (Kaffee), 1 Papprolle (Klopapier)

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Unser Müll des zweiten Tages.

1. Tag in Bielefeld

1. Tag

Den Markt am vergangenen Samstag haben wir leider verpasst, so ging es heute zum Hofladen ein paar Kilometer außerhalb Bielefelds. Ausgerüstet mit leeren Eierkarton, Honigpfandglas und ein paar Tragetaschen. Die nette Verkäuferin findet die Idee mit dem verpackungsfreien einkaufen super, jedoch mussten wir sie regelmäßig daran erinnern, dass sie bitte nichts in Plastiksackerl packen soll, wonach sie bei jedem Produkt automatisch gegriffen hat.

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Der erste Einkauf.

Weiter geht’s zum nächsten Hofladen, der auch Milchprodukte im Angebot hat. Endlich wieder Milch aus Glasflaschen! (Der Supermarkt in unserer Nachbarschaft hat leider vor kurzem den Verkauf von Glasflaschen eingestellt, wurde angeblich zu wenig verkauft … schade!) Joghurt im Glas ist auch kein Problem, die Bratwurst für Rasmus ist zwar von den Hofschweinen, aber leider eingeschweißt …

Und einen Laden in dem man sich Spülmittel und Duschgel in mitgebrachte Gefäße umfüllen kann, haben wir auch gefunden!

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Unser abgefülltes Spülmittel!

Ergebnis:
Gemüse und Obst kann man sehr einfach verpackungsfrei auf dem Markt oder Hofläden kaufen, wenn man darauf achtet.

Milchprodukte sind auch in Mehrweggläsern zu bekommen. (Die Preise machen einem zusätzlich deutlich, wie wertvoll Milch wirklich ist.) Aber leider hatten die Glasflaschen (Milch + Honig) zusätzlich eine Papierbanderole. Dazu kommen noch ein paar Kassenbons, fürs mit Bankomat zahlen gibt es einen extra), vier Gummiringe und eine Plastikverpackung von den Würstchen. Und wir müssen uns besser ausstatten, für das Brot musste ein neues Papiersackerl her, aber das wird dann beim nächsten Einkauf wieder benutzt.

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Der Müll des ersten Tages: Kassenbons, Etiketten und Banderolen

Die meisten um uns herum sind begeistert von der Idee, zum mitmachen konnten wir leider niemanden motivieren. Scheint den meisten zu kompliziert zu sein.