Tag 2 – 4, neue Pläne

Oh je, ich hab’s ja ganz schön schleifen lassen. Ich stelle zunehmend fest, dass ich gar nicht so sehr die einzelnen Müll-Teile beachte, sondern noch viel mehr auf der Quellen-Suche bin – ich hoffe, das ist okay für die Challnge, zudem ich ja auch keine Fotos mache. Ansonsten – einfach Bescheid sagen. Unsere Hauptmüllquellen in den letzten Tagen:

– Katzenfutterdosen: Bei 5 teils allergischen Stubentigern steh ich vor der Wahl, pro Woche neun 800g-Dosen zu entsorgen oder eine Tiefkühltruhe anzuschaffen und dann den Plastikmüll zu erhöhen, weil Rohfleisch von überallher in Folie und tw. dann auch in Styropor verpackt versendet wird/werden muss.

– Fleischverpackungen: Hab’s bisher zweimal geschafft, Fleisch einfach in meine Tupperdose werfen zu lassen, sonst ist mindestens immer eine Tüte drum. Aber ganz ohne Fleisch geht’s nicht, das macht Männe nicht mit.

– Kassenzettel: Besonders lästig bei Kartenzahlung, da gibt’s dann idiotischer Weise immer zwei, und leider hilft es oft nichts, zu sagen, dass ich keinen will, denn die Kassen drucken automatisch und wenn ich sie dann vor Ort lasse, ist der Müll trotzdem da.

– winzige Anhängsel an gekauften Sachen: an einer Reisetasche sind sage und schreibe drei Schildchen, jeweils aus beschichteter Pappe mit so einer Art Kabelbinder befestigt.

– Papiermüll: wir haben online einen Flug in die Sommerferien gebucht, da kommt doch tatsächlich ein Katalog an, mit dem man die Sachen, die sonst im Flugzeug/Duty free angeboten werden, schon vorab bestellen kann und sie dann im Flugzeug erhält. Was für ein Schwachsinn. Also direkt einen bösen Brief an C***or geschrieben, aber natürlich war der Katalog mit sechzig Hochglanzseiten trotzdem da, samt Briefumschlag. Und die T***kom schickt eine dreiteilige Auftragsbestätigung in drei verschiedenen Briefen. (Erfolg beim Thema Papiermüll: Wir haben die blöde ADAC-Zeitung abbestellt, sowie die regelmäßigen Zeitschriften der Krankenkassen, in denen die restlichen Haushaltsmitglieder sind. Wir bekommen keine Gemeindebriefe mehr, und nur noch die Hälfte der Zeit die kostenlosen Zeitungen (nämlich immer dann, wenn Schüler sie austragen, die offenbar die drei Stufen bis zur Haustür nicht umsonst hochgestiegen sein wollen und daher den Aufkleber ignorieren).

– Verpackungen von Süßkram. Was soll ich dazu sagen. Da ist reduzieren wohl das einzige, was hilft. Wie gut, dass wir beide demnächst eh wieder mehr auf die Ernährung achten wollen.

– Zutaten zu Sachen, die man unterwegs isst: Bestelle ich gestern ein Stück Schokotorte und ein Glas Kakao in einem Café, sind da sage und schreibe drei Papierservietten, ein Strohhalm und ein eingeschweißter Keks dabei. Leider zwei der Servietten an der Torte und die dritte unter dem übergeschwappten Glas (= schokoladig = werden auf jeden Fall weggeworfen), der Strohhalm schon im Kakao. Nur den Keks konnte ich zurückgeben. Das heißt, da werde ich demnächst einfach präzise in meinen Anweisungen sein und hoffen, dass es hilft.

In Sachen Reduktion bin ich ansonsten noch nicht viel weiter. Werde demnächst mal die MoonCup ausprobieren, Süßigkeiten halbieren und ansonsten einfach weiter suchen, wo sich was sinnvolles und für uns derzeit umsetzbares ergibt – bin aber gerade ein wenig mutlos, weil gerade Männe oft spontan was (zu futtern) kauft und dann eben doch wieder gefühlte Tonnen an Plastikverpackungen (ganz schlimm auch dieses aufgeschäumte Zeug bei abgepacktem Fleisch) auflaufen… bäh.

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2 Gedanken zu „Tag 2 – 4, neue Pläne

  1. widerstandistzweckmaessig

    Hallo!

    Ich habe vor numehr fast 2 Jahren das Buch von Sandra Krautwaschl gelesen (kein Heim für Plastik) und sie wollte versuchen, 1 Monat lang ohne Plastik zu leben.

    Dazu hat sie sich aber davor ca. 1 Monat Zeit genommen, sich genau zu erkundigen, wo es was gibt und wie mal Alternativen findet, wenn man etwas nicht bekommt.

    Mir hat dieser Ansatz total gut gefallen und ich habe danach auch ganz langsam angefangen, die Dinge umzusetzen.

    Ich habe so das Gefühl, dass das für Dich auch ein guter Weg sein könnte. Also super – einfach mal schauen, ausprobieren und sich langsam herantasten.

    lg
    Maria

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