Tag 2 und 3

Gestern ging sich leider kein Posting aus – obwohl (oder gerade weil) wir viel probiert haben und auch durchwegs erfolgreich waren … Aber, fangen wir bei gestern an!

 

Tag 2

Lebensmittel mussten gestern keine gekauft werden – die beste Strategie um Müll zu vermeiden :). Unser Balkongarten hat endlich tomatigen Zuwachs bekommen – juhuu! Allerdings wurde dafür auch die Gartenerde aus dem Plastiksack aufgebraucht und die Anzuchtbecher bleiben übrig – also doch Müll produziert. Denn, die Erde wollten wir für den Balkongebrauch in der Stadt nicht lose kaufen (wäre doch viel billiger …) und Anzuchtbecher haben wir schon sehr viele in allen Größen (das ist leider wie mit den Gummiringerln). Also auch „Selbstversorgung“ produziert Müll, leider. Dafür kam der Salat zum Mittagessen aus dem eigenen Hochbeet: Zero Waste!

Einen herben Verlust mussten wir im Kühlschrank hinnehmen: der (konventionell beim Hofer gekaufte) Sauerrahm schimmelt, das noch vor dem Erreichen des MHDs! Frechheit … So mussten wir ihn wegwerfen, leider.

Ein sehr positives Erlebnis hatte ich gestern: endlich hab ich mal dran gedacht, mir einen Thermobecher mitzunehmen in der Handtasche. Auf meine Frage im Backwerk, ob ich mir den Coffee to go in meinen eigenen Becher einfüllen kann, hat die Dame mit einem verwunderten: „Warum nicht??“ geantwortet. Kassenzettel gab es auch keine – echt prima! Allerdings muss ich sagen, dass der Plastikbecher nicht zur Standardausrüstung meiner Handtasche werden wird – zu groß (der Becher) – dann lieber die Zeit nehmen und den Kaffee im Kaffeehaus trinken!

Bei der Arbeit hab ich mir gestern eine „Notizzettelschachtel“ installiert – hier wandert nun alles rein, was noch einen weißen Fleck aufweist und beschriftet werden kann. 80% des Aufgeschriebenen in einem Büro ist für ca. eine 1/2 Stunde wichtig …

 

Tag 3

Unsere Wattestäbchen sind aus Papier – voll cool – das war uns gar nicht bewusst 🙂
Heute gings wieder zum Lendmarkt (Speck in der selbst mitgebrachten Dose, Obst und Gemüse lose) und zu Farmers (Sauerrahm, Schlagobers und Topfen im Glas, Butter eingepackt und viel zu teuer…). Wir wollten ja auch auf die Kosten achten. Bioprodukte (Demeter zertifizierte) kosten mehr, das ist klar und auch verständlich. Aber wenn ein Einkauf von 4 Milchprodukten 10,30 EUR ausmacht, ist uns das – ganz einfach – zu kostspielig und keine Langzeitlösung. Bei den Mildprodukten spart sich Farmers die Preisschilder 😉 … wäre aber trotzdem hilfreich! Leider gibts bei Farmers immer einen Kassenzettel – aber ich glaube, das ist in Österreich ja nun gesetzlich geregelt? Im normalen Supermarkt musste dann noch Creme Fraiche  gekauft werden, die gab es bei Farmers nicht.

Der Gusto auf Süßes nimmt schön langsam Überhand 🙂 – da es nicht nur für die Müllvermeidung sondern auch für unserem Körper gut ist, mal eine Woche auf das Süßzeug zu verzichten – halten wir das ohne Schoki aus. Aber, …. ganz ohne Süßes … Die eigenen Erdbeeren sind noch mini und wenige. So haben wir beschlossen, den türkischen Lebensmittelhändler um’s Eck zu besuchen (Morellenfeldgasse / Rechbauerstraße). Dort haben wir voll zugeschlagen beim getrocknetem, kandiertem Obst. Der unkomplizierte Verkäufer meinte: „Das Obst kostet unterschiedlich, aber wenn ihr nur eine Dose habt, dann kostet jetzt einfach alles 1,20 / 100 Gramm“ – super! Und ein bisschen Baklava gabs auch noch. Mhh! – der volle Erfolg, denn hier gibts keinen Kassenzettel!

Eine Erkenntnis hatten wir heute noch: Dosen mitbringen zum Einkaufen ist super, aber nicht, wenn man vorher noch mit dem Radl zur Arbeit fährt, danach Termine hat, sich mit Freunden trifft etc. Denn die Dosen mit in der Tasche den ganzen Tag durch halb Graz zu tragen, ist nicht sehr praktisch. „Parken“ können wir die Dosen im Fahrrad nicht 😉 und wir fahren nie / sehr sehr selten mit dem Auto einkaufen, schon gar nicht zum Markt. Sackerl haben wir immer dabei, ganz lose einzukaufen, das wird für uns schwierig werden, nach dieser Woche.

Was haben wir gelernt: Beim „Türken“ (ich weiß ehrlich gesagt nicht, woher der Verkäufer kommt ;)) ging’s für uns zu 100% abfallfrei und  ebenso am Markt! Wenn die Menschen selbst entscheiden dürfen (weil es ihr eigener Stand, Shop … ist) kann man so einiges weglassen!

Und noch der Tipp von meiner Omi, den ich oben schon erwähnt hab:

  • Briefumschläge, einseitig beschriebenen Blätter und Haftnotizen, Lebensmittelkartons / Banderolen in eine Kiste schmeißen und als Schmierzettel und Notizzettel verwenden

 

Einen weiteren großen Erfolg gab es heute: nützliches Upcycling beim Fahrradreparieren. Die Schaltung am Stadtrad ging kaputt, um sie wieder zu befestigen musste Volker das Rahmenrohr breiter machen, an der notwendigen Stelle. Hier folgt eine kleine Bildgeschichte:

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Hier das Ausgangsmaterial …

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… alles vorbereitet: Dosen zerschneiden, sodass sich Streifen ergeben.

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…. und wieder montiert! Die Schaltung hält wieder – von der Dose ist wenig übrig! Win – win 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und hier noch ein paar Fotos von unserem Einkauf:

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Glas, Dosen, loses Gemüse! Und sooo lecker!

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Baklava und kandierte Früchte – verpackungsfreie Naschereien!

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4 Gedanken zu „Tag 2 und 3

  1. OpenSpaceAngelika

    Voll super, dass ihr so erfolgreich wart!! Die Radrichterei schaut klasse aus. Richtig gutes DIY 😀 Großes Lob an Vox!
    Bzgl Zetteln etc sammeln ist mir vorhin noch was ein/aufgefallen. Eigentlich sind Kassazettel für mich doch gar kein Problem, weil ich sie immer alle als to-do Listenpapier hernehm 😀 da finden sie wenigstens nochmal ne sinnvolle Verwendung..

    Liebe Grüße!

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  2. widerstandistzweckmaessig

    Hallo Sandra!

    Das mit dem Sauerrahm ist mir auch schon mal passiert, ich habe das Ding zurück gebracht und habe anstandslos Ersatz bekommen. Nutzt jetzt nix mehr, wollte ich Dir trotzdem sagen.

    Super nett der Türke mit dem Einheitspreis!

    Ich habe mir übrigens auch 1 Woche Schokoabstinenz auferlegt…

    lg
    Maria

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  3. Philipp

    Etwas abseits vom Thema: Ich liebe dieses Radler! Dass es Kräuter als Sorte gibt, ist mir neu. Vielleicht stolpere ich heuer ja über eine Flasche. 🙂

    Super Idee, die Dosen weiterzuverwerten!

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