OSZWC Tag 2 – Wohnen mit Müllschleudern

Heute bin ich wesentlich weniger empört als gestern – zumindest über die Lebensmittelindustrie.

In Israel ist Mülltrennung quasi nicht vorhanden. Das ist mir schon länger bewusst und ein Dorn im Auge. Andererseits müssen ja vor allem auch die Menschen etwas dafür tun – nämlich trennen. Auch in Deutschland fällt mir eine große Menge ein, die das nicht tut.

Bei mir ist Jerusalems Naturkundemuseum ums Eck. Dort wird praktischer Weise ein Komposthaufen angeboten. Umso mehr ärgert es mich, dass ich jeden Tag irgendwelchen anderen Müll in unserer Biomüllschüssel vorfinde – obwohl ich das Thema schon mehrmals angesprochen habe.

Diskussionen helfen hier auch nicht wirklich weiter, wie meine Erfahrung gezeigt hat. Deshalb meine Frage an euch: Wie packt ihr die Müllvermeidung mit euren Mitbewohnern an?

Ich habe mir schon öfter gesagt, dass ich den Müll anderer Menschen nicht auf meine Kappe nehme. Und dann denke ich immer wieder daran, dass wir alle im gleichen Boot sitzen (aka auf dem gleichen Planeten leben).

Ich bin gespannt auf eure Kommentare!


 

Heute war es heißer als gestern – nahezu unausstehlich. Deshalb habe ich mir heute zwei Kugeln Eis in der Waffel gegönnt. Leider war ein Serviette um die Waffel. Die hätte ich am Ende allerdings eh gebraucht (Drei Schokosorten in einem Eis!) und sie ist wenigstens biologisch abbaubar, da ohne Baumwolle.

IMGP3614

 

Außerdem brauchte ich neue Nüsse! Klar, dass da meine Brotdose wieder mit dabei war. Heute standen Pekannüsse auf dem Programm. Ein Kilogramm Datteln kam mir auch noch in den Korb. (Sehr geniale „Süßigkeit“, die ich jedem nur empfehlen kann!) Die Tüte dafür hatte ich bereits von einem früheren Dattelkauf. Außerdem hilft bei solchen Temperaturen immer ein frischer Minztee. Das Bündel war mit einem Gummi zusammengehalten. Den verwende ich aber einfach weiter, deshalb sehe ich ihn noch nicht so recht als Müll an. Denn für meine Papiertüten kann ich immer einen Gummi gebrauchen.

IMGP3613

 

Was habe ich heute gelernt?

Häufig lohnt es sich, hartnäckig zu sein. Auch wenn es auf den ersten Blick keine plastikfreie Lösung geben zu scheint, findet sich häufig auf den zweiten Blick doch eine. Deshalb lieber nicht sofort zuschlagen, sondern abwarten. Bei Lebensmitteln hilft es da übrigens, wenn vorm Einkaufen etwas gegessen hat. 😉

Alles Liebe,

Philipp

 

Advertisements

5 Gedanken zu „OSZWC Tag 2 – Wohnen mit Müllschleudern

  1. widerstandistzweckmaessig

    Hallo Philipp!

    Also die von Dir gekauften Nüsse würden mich auch anlachen. Ich versuche gerade Schokolade durch gesündere Alternativen zu ersetzen und knabbere daher auch sehr gerne Nüsse.

    Zu Deiner Frage wegen „wohnen mit Müllschleudern“ – ich nehme an, dass es sich um eine WG handelt? Weil ich denke, dass da das Problem am ehesten auftritt. In einer Partnerschaft ist es ja meist so, dass ja schon gewisse Grundübereinstimmungen da sind und dadurch beide weitgehend an einem Strang ziehen.

    WG ist da schon viel schwieriger und ich denke, da kann man nur selber eingreifen (sprich das, was nicht rein gehört entfernen) weil missionieren wird da eher zu Problemen führen.

    Vielleicht lernen andere durch Beispiel mehr als durch Reden? Aber ich bin da eher naiv sagt Herr Widerstand.

    lg
    Maria

    Gefällt mir

    Antwort
    1. Philipp Autor

      Hallo Maria!

      Ich glaube auch an das gute Beispiel. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es nur an meinem veränderten Fokus liegt, aber in den letzten Tagen funktioniert das mit dem Licht in unserem Haushalt schon etwas besser als vorher. 🙂 Schritt für Schritt eben. Und ja, es handelt sich um eine WG. Wobei das natürlich auch für Familien relevant sein kann. Ich versuche einfach, dran zu bleiben, wo es nur geht. 🙂

      Lieber Gruß,
      Philipp

      PS: Mit lieben Grüßen an Herrn Widerstand: Nein, bist du nicht. Andersherum, also durch Nicht-dran-bleiben, funktioniert es nämlich erst recht nicht.

      Gefällt 1 Person

      Antwort
  2. rasmusundchristin

    Hallo Philipp!
    Ich denke, dass Vorleben ohne zu Missionieren am besten funktioniert. Wir konnten auch niemanden motivieren, bei dieser Challenge mitzumachen, aber jeder dem wir davon erzählen wird etwas sensibilisiert. Viele geben uns Tips wo wir verpackungsfrei einkaufen können, empfehlen uns Dokumentationen oder Blogs die sie kennen oder erzählen, dass sie beim Einkauf auf eine Tüte verzichtet haben. Vielleicht führen alle diese Kleinigkeiten zu einer Änderung im Kopf?!
    Unsere Mitbewohnerin isst zum Beispiel gerne mit, wenn ich koche. Somit produziert sie weniger Müll, da ich im Moment viel Zeit habe, gerne koche und viel selber mache (und selber machen, ist die einfachste Methode wenig Müll zu produzieren). Ist natürlich keine Lösung für alles, aber ein kleiner Schritt …

    Viele Grüße,
    Christin

    Gefällt mir

    Antwort
    1. Philipp Autor

      Hallo Christin,

      auch kleine Schritte führen zum Ziel! Und gerade in puncto Müllvermeidung halte ich jeden Schritt für wichtig. 🙂

      Bezüglich dem Vorleben bin ich ganz deiner Meinung!

      Alles Liebe,
      Philipp

      Gefällt mir

      Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s