2. Tag in Bielefeld

Nachträglich noch eine kurze Vorstellung … wir sind Rasmus und Christin, wir haben zwei Jahre in Graz gelebt und so was wie eine zweite Heimat gefunden. Hier haben wir auch Sandra kennen gelernt, die uns mit der Zero Waste Challenge angesteckt hat. Im Moment sind wir in unserer eigentlichen Heimat, in Bielefeld in Deutschland. In Graz wüssten wir eine Reihe von Möglichkeiten wo wir immer eingekauft haben, auch wo man auf Verpackung verzichten kann, in Bielefeld müssen wir uns erstmal wieder neu orientieren.

So viel zu uns, hier unser 2. Tag:
Direkt zum Frühstück der erste Müll, wir haben leider noch kein Geschäft gefunden, das Haferflocken lose verkauft. Die Verpackung landet jetzt in meiner Tasche, falls wir noch einen Laden finden. Außerdem war noch eine Milch im Tetra Pak zu leeren, das Kaffeepulver kommt zwar im Baumwollsackerl, aber es ist zusätzlich noch in einer dünnen Tüte verpackt.

Ein bisschen Planung bedarf diese Woche schon – so steht auf dem Einkaufszettel neben den Produkten auch die notwendigen Behälter die ich zum einkaufen mitnehmen muss.

Tag_2_Zettel

Neben den Produkten stehen ab jetzt auch immer die Gefäße an die wir denken müssen.

Ich freue mich irre über den kleinen griechischen Laden gar nicht weit von unserer Wohnung entfernt. Hier kann ich mir Schafskäse und Oliven in Dosen abfüllen und nebenbei noch selber darüber entscheiden, wie viel Gramm in meinem Einkauf landet. Außerdem kann man unverpackte Oliven vorher probieren! Der nette Ladenbesitzer freut sich genauso über die Challenge und lässt uns gar nicht mehr gehen und diskutiert lange mit uns über Plastiktüten, Plastikflaschen und Müll an griechischen Stränden. Zum Schluss gibt er uns noch einen schönen Satz mit auf den Weg: ›Jeder Schritt bringt dich ein kleines bisschen näher an dein Ziel.‹ Ich hätte mich auch über einen Ouzo gefreut … aber vielleicht nächstes Mal, wenn ich bei ihm die unverpackten Bohnen kaufe! Das ist nämlich ein schöner Nebeneffekt der Challenge: man kommt mit vielen Leuten ins Gespräch. Müllvermeidung schafft also auch Kommunikation 😉

Tag_2_Dosen

Oliven und Käse abgefüllt, aber leider mit einem Plastikhandschuh.

Ergebnis:
1 beschichtetes Papiersackerl (Haferflocken), 1 Tetra Pak (Milch), 1 Kronkorken (Bierflasche von gestern Abend), 1 Plastikhandschuh (damit wurde der Käse in die Box gelegt…), 1 Butterverpackung (dafür haben wir leider noch keine Alternative gesehen),  1 Klebeetikett (Obstwaage), 1 Plastiktüte (Kaffee), 1 Papprolle (Klopapier)

Tag_2_Müll

Unser Müll des zweiten Tages.

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5 Gedanken zu „2. Tag in Bielefeld

  1. zauberweib

    Die Idee, das benötigte Transportmaterial direkt auf den Einkaufszettel mit draufzuschreiben, is genial! Das ist wieder so ne „muss man nur drauf kommen“-Idee – einfach wie genial 🙂 Wieder was glernt.

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  2. Philipp

    Die Idee, die Gefäße daneben zu schreiben, ist wirklich super! Generell hilft eine Einkaufsliste ungemein. Das sollte ich wieder bei mir einführen. Heute habe ich nämlich Glas und Stoffbeutel vergessen und deshalb letztlich kein Brot und keinen Humus gekauft. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag. 🙂

    Alles Liebe,
    Philipp

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  3. OpenSpaceAngelika

    Ich muss mich den anderen anschließen. Find ich ne super Idee, gleich mit aufzuschreiben, was man alles so mitnehmen muss 🙂

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