1. Tag

Grüß euch!

Ich bin jetzt auch da. Leider verspätet, aber ich bin hier 🙂 Ich freu mich schon sehr, die kommenden Tage mich euch verbringen zu dürfen und mit euch Erfahrungen auszutauschen und den ein oder anderen kritischen Gedanken an mich selbst richten zu können.

Da ich gestern dumpstern war und heut ein Sandwich davon gegessen habe, stellt sich für mich vor allem eine Frage (die ich, sollte meinen Eintrag hier nicht jeder lesen, auch später noch wo anders posten werde): Ist die Sandwich-verpackung von mir produzierter Müll? Immerhin hab ich gestern einige Sachen ja aus dem Müll HERAUS geholt. Ich hab das essbare Sandwich gegessen und weniger weggeworfen, als gestern im Müll lag. Hm. Der Müll wurde ja nicht mehr, ich habe ihn schließlich nicht verdoppelt – er besteht immer noch aus der selben Verpackung. Ich will mich jetzt natürlich nicht rausreden, weniger Müll verursacht zu haben, aber ich denke, trotzdem, dass man darüber diskutieren kann 🙂 Ich bitte euch um eure Meinung!

Da das Gebäck, das ich heute gegessen habe ohne Verpackung im Müll war, fällt mir diese weg. Noch dazu habe ich heute meine 10er Packung Eier geleert, die ich aber noch wieder verwenden kann, wenn ich am Markt Eier kaufe.

Eine gedumpsterte Packung Mannerschnitten sowie den Rest des gedumpsterten Wurstsalates habe ich auch gegessen. Thema dumpstern siehe oben 😉

Was ich sagen kann: Wenn ich die oben genannten Lebensmittel nicht gedumpstert hätte, hätte ich sie auch nie gekauft. Mir würd im Leben nicht einfallen, mir einen Wurstsalat zu kaufen, schließlich würde ich ihn mir selber zubereiten. Durch das Dumpstern fällt bei mir offensichtlich mehr Müll an als ohne. Oder es verschiebt sich irgendwie. Das kann ich euch aber erst berichten, wenn mir die gedumpsterten Lebensmittel ausgehen 🙂

Ich wünsch euch viel Spaß hier und viel Erfolg!

Alles Liebe,

Julia

PS: Anbei ein Foto der Sandwich- und Wurstsalatverpackung. Ganz schön viel Plastik für so wenig Essen…müll

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3 Gedanken zu „1. Tag

  1. widerstandistzweckmaessig

    Kopie (mit kleiner Adaptierung) meiner Antwort auf Deinen nächsten Beitrag. Einfach der Vollständigkeit halber, wenn jemand nicht beide Beiträge liest.

    Hallo Julia!

    Aus meiner Sicht sind gedumpsterte Verpackungen kein Müll, den man selbst produziert. Ganz im Gegenteil, genau so wie Du in diesem Beitrag schreibst, Du trägst zur Müllreduktion bei indem Du den Biomüllanteil = Inhalt heraus isst.

    Du trägst nicht nur zur Müllreduktion bei sondern tust noch mehr. Indem Du den Müll trennst, der vorher nicht ordnungsgemäß getrennt war, den essbaren Anteil nämlich isst und den Plastikmüll sortenrein entsorgst. Eine doppelt gute Tat. Wer Container vom Supermarkt gesehen hat, weiß wovon ich spreche.

    Also nein, wenn Du Dich die ganze Woche nur von gedumpsterten Sachen ernährst, dann wirst Du gar keinen Müll verursachen 😉

    Ein wenig anders sieht es meiner Meinung nach mit den Sachen aus den Fairteilern aus, die Du nicht SELBST gedumpstert hast. Auch wenn diese Lebensmittel gerettet wurden, so ist die Verpackung doch der Müll von demjenigen, der sie mitnimmt.

    Wenn ich normalerweise ohne Verpackung einkaufen würde und verpackte Ware aus dem Fairteiler mitnehme, dann kauft derjenige, der sie statt mir mitnehmen würde sprich braucht, wahrscheinlich wiederum verpackte Ware. Insgesamt wird dann somit 2 x Verpackungsmüll verursacht, wenn ich das Teil mitnehme statt selbst unverpackt zu kaufen.

    Ich hoffe, ich konnte den Unterschied, so wie ich ihn verstehe, gut genug erklären.

    lg
    Maria

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    Antwort
  2. Philipp

    Hallo Julia,

    auch bei mir der doppelte Kommentar, damit es alle erreicht. 🙂

    Ich sehe es nur in Teilen so wie Maria.

    Wenn du Lebensmittel rettest, ist der Müll ohnehin schon produziert. Und nur durch dumpstern wirst du die Nachfrage nach einem verpacktem Produkt nicht erhöhen. Außerdem wurde so wenigstens das Essen nicht vergebens produziert und du machst den bösen Mischmüll zu nicht ganz so bösen getrennten Müll.

    Der Punkt, an dem ich mit Maria nicht übereinstimme, ist der Fairteiler. Der Logik stimme ich nämlich nur dann zu, so lang jemand anderes das verpackte Essen mitnimmt. Wenn es im Fairteiler verkommt, ist lediglich die Mülltrennung gewonnen, aber das Lebensmittel geht letztendlich trotzdem in die Tonne.

    Ich hoffe, ich habe jetzt nicht mehr Verwirrung gestiftet, als vorher war. Unsere ökologischen Abdrücke zu berechnen ist zu einer sehr komplexen Angelegenheit geworden. Da gibt es auch nicht immer ein Richtig und Falsch.

    Alles Liebe,
    Philipp

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    Antwort
  3. widerstandistzweckmaessig

    Hallo Philipp!

    Dann haben wir keinen Widerspruch, denn das seh ich natürlich auch so. Nur bei uns in Graz bleibt nichts übrig in den Fairteilern, da wird alles mitgenommen. Insofern sah ich das im Kommentar nicht als relevant an.

    lg
    Maria

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    Antwort

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