Müllvermeidung – abseits vom Lebensmitteleinkauf

Bislang gabs hier sehr viele tolle Tipps zum Thema Müllvermeidung beim Lebensmittelkauf. Maria hat ja schon Tipps zur Einkaufsplanung und für den verpackungsfreien Einkauf in Graz gepostet.

Bisher hab ich mich weniger mit Zero Waste, sondern eher mit der Reduktion von anfallenden Verpackungen bzw. der Einsparungen von Produkten im Allgemeinen beschäftigt. Und ich nehm es gleich vorweg: die Auflistung der Möglichkeiten, die ich euch jetzt geben möchte ich wahrscheinlich mehr für die „Bastler“ und experimentierfreudigen unter euch. Die Produkte sind zugegebenerweise nicht ganz verpackungsfrei, doch wer sich lediglich eine Reduktion des anfallenden Mülls als Ziel gesetzt hat, könnte unter den Tipps doch den einen oder anderen nützlichen Hinweis finden.

Selbermachen

Wer ohnehin Seifen anstatt Duschgel verwendet kann aus den kleinen, unhandlichen Seifenstückchen Flüssigseife herstellen. Einfach die Seifestückchen raspeln und mit heißem Wasser übergießen. Gut umrühren und in Flaschen abfüllen.

Flüssigwaschmittel kann man ebenfalls sehr preiswert selbst herstellen. Eine Anleitung dazu hab ich auf meinem Blog gepostet. Reduziert den Plastikmüll sehr deutlich und die hergestellte Menge reicht zumindest für ein, zwei Monate aus.

Abschminkpads kann man aus allem Möglichen herstellen. Ich hab dafür alte Geschirrtücher und Stoffreste verwendet. Aber auch Fleece und alte, weiche Handtücher eignen sich sehr gut dafür. Für die Wattepads zum Nagellack entfernen ist mir bislang noch keine Alternative eingefallen. Vielleicht wisst ja ihr was.

Seit einem Jahr verwende ich selbst gemischten Badreiniger. In der Reinigungswirkung einfach grandios und spottbillig. Einfach 1 EL Apfelessig und 1 EL Zitronensäure mit 500 ml warmen Wasser in einer alten Sprühflasche vermischen.

Zum Abwaschen verwende ich alte Handtücher, die ich zu einer angenehmen Größe zurecht geschnitten hab. Einfach im Zickzack drumherum nächen, fertig. Die werden nun auch deutlich öfter gewaschen als die gekauften Abwaschtücher, also insgesamt ein Hygieneplus. Aus den alten Abwaschtüchern werden dann die Putzlappen.

Auch Küchenrolle, Stoffservietten und Stofftaschentücher kann man aus alten Geschirrtüchern bzw. Handtüchern oder T-Shirts machen.

EDIT: Zufällig gerade darüber gestolpert: ein Beitrag von Trash is for Tossers zum Thema „Beauty Produkte zum Selbermachen“. Genial!!

Mehrweg statt Einweg

Hier hab ich mir ein paar Gedanken zu Produkten gemacht, an die man beim Einkaufen weniger denkt (wie Batterien, Butterbrotpapier, Rasierer etc.) und die trotzdem in irgendeiner Form Müll produzieren.

„Shopping“

Nun ja, Frauen kennen es: die eine oder andere Belohnung MUSS manchmal einfach sein. Wer dabei trotzdem (mülltechnisch) ein einigermaßen gutes Gewissen haben möchte: Gebraucht ist das neue Neu. Egal ob Kleidertauschpartys, Bibliotheken, Bücherbörsen, willhaben oder Gebrauchtläden oder der Kostnixladen. Irgendwann findet man bestimmt irgendwo das, was man gerade sucht. Und wenn nicht immer alles sofort verfügbar ist, wird Einkaufen auch wieder irgendwie „spannend“.

Im letzten Punkt, der sich hinter dem Weiterlesen Link versteckt, gehts um die weibliche Monatshygiene, die ja auch Unmengen an Müll produziert. Also, wer nicht über Alternativen abseits von Tampons und Binden nachdenken möchte, bitte nicht weiterlesen 🙂

Falls jemand Anregungen und Tipps hat, bitte unbedingt in den Kommentaren ergänzen.

Maria hat auf ihrem Blog eine ganz wunderbare Beitragsreihe zur Monatshygiene zusammengestellt, wo sie sich mit ganz vielen Alternativen (unter der Überschrift „während den Tagen“ zu finden) beschäftigt.

Mir war es wichtig ein möglichst unkomplizierte und sichere Methode zu wählen. Denn
1. ich habe einen Job, bei dem ich nicht jederzeit die Toilette aufsuchen kann,
2. wir gehen oft und gerne wandern. Da musste also eine Natur- und Hüttenverträgliche Variante zu den Wegwerf-Tampons her.
3. es hapert mit dem Körperbewusstsein, somit war die „freie Menstruation“ für mich keine Alternative.

Nach langem Überlegen und Zögern kaufte ich also eine Menstruationstasse und ich muss sagen: ich bin damit sehr zufrieden. Kein TSS-Risiko, kein Austrocknen beim Einführen, mehr Fassungsvermögen, kein Müll, keine zusätzlichen Kosten, einfach zum Ausleeren etc. Anfangs war ich skeptisch, doch nach nur zwei Tagen war ich vollends überzeugt. Man verliert auch sehr schnell das „Ihhhh“-Gefühl, immerhin bringt die Tasse mehr Vorteile als Nachteile.

Übrigens: Es gibt, glaub ich, 4 Hersteller dieser Tassen. Ich hab mich für die vom dm entschieden (mit 15 Euro sehr günstig und in Graz überall verfügbar).

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4 Gedanken zu „Müllvermeidung – abseits vom Lebensmitteleinkauf

    1. greenxbird Autor

      Medizinisch geprüftes Silikon ohne BPA oder ähnliches.

      Naja, am Berg will ich einfach keine dreckigen Stoffbinden mit mir herum tragen. Somit blieb mir nicht wirklich eine Alternative.

      Allerdings kann ich mir schwer vorstellen, dass es schlimmer als konventiell angebaute Baumwolle ist, die dann auch noch gebleicht wird….

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