1. Tag

Nachdem sich in unserem Kühlschrank noch etliche Lebensmittel bzw. fertiges Essen befindet, das aufgebraucht werden muss, fiel die Einkaufsliste dementsprechend kurz aus.

Da der nächste Bauernmarkt bei uns in Andritz erst am Samstag stattfindet und ich wusste, dass sich ein Besuch beim Markt am KFJ-Platz zeitlich nicht mehr ausgeht, überlegte ich mir, was es im Supermarkt verpackungsfrei bzw. verpackungsreduziert zu kaufen gibt. Ich hab ja bisher auch schon verstärkt darauf geachtet, wenn ich den Markt verpasst habe und mich beim Kochen an die unverpackten Lebensmittel im Supermarkt gehalten.

Gekauft hab ich folgendes:
Paprika (lose)
Zucchini (lose)
Frühlingszwiebel (lose, mit zwei Gummibändern drum herum)
Weißwein (Glasflasche wird als Saftflasche wiederverwendet)
Müsli (leider in Papier UND Plastik verpackt – schütteln hilft nichts!)
Zitronen und Orangen (in Baumwoll (?) Netz)

In den nächsten Tagen wird auch oftmals die eine oder andere „Altlast“ im Müll zu finden sein, die ich vor diesem Projekt gekauft hab. Lebensmittel im Kühlschrank vergammeln zu lassen und damit absolut unnötigen Verpackungsmüll zu produzieren ist ja auch nicht der Sinn der Sache.

Der nächste Einkauf wird aber definitiv entweder am Bauernmarkt (wenn zeitlich erreichbar) oder in der Kornwaage stattfinden. Vor Samstag wird das (dank guter Essensplanung) aber nicht der Fall sein.

So, zu guter Letzt noch ein Frage zum Thema „Was ist mein Müll?“ Am Wochenende sind wir bei meinen Eltern zu Besuch. Meine Mutter und das Thema Müllvermeidung… Da sag ich besser nichts dazu. Allerdings wird sie uns bekochen und da sie weit weg von Graz (und somit wirklich keine Einkaufsalternativen vorhanden sind) wohnt, wird da sicherlich eine Menge Müll anfallen. Ist das zumindest zum Teil auch mein Müll??? Ich würd mal sagen, schon. Und das entmutigt mich jetzt irgendwie….

EDIT: Am Ende des Abends nun die erstaunliche Müllmenge eines Tages (trotz aktivem Vermeiden)

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Oben links der Papiermüll: Recyclingküchenrolle-Rolle, Müsliverpackung, Einkaufslisten, To-Do-Listen (beides auf einseitig bedruckten Papier!), addressierte Werbung und Einkaufsbons.

Oben rechts der Plastikmüll (in einem Sackerl, das NICHT diese Woche angefallen ist): 2 Chipstüten (die Freundinnen waren schuld), Müsli-Innenverpackung, 5 Klarsichtfolien (hab unser Kochbuch aussortiert und die grausligen Hüllen aussortiert), Verpackung von Reiswaffeln (mussten aufgegessen werden – waren schon abgelaufen), Umverpackung vom Spargel (Altlast!!), Weinflaschen-Schrumpfkapseln (wir hatten heute Mädelsabend!)

Unten der Restmüll: Butter-Verpackung, 2 (Baumwoll?) Netze, 1 Taschentuch, jede Menge Staub (wir haben einen beutellosen Staubsauger).

Sooo…. Zero Waste sieht anders aus, wenn ich mir die Müllmenge von Maria so ansehe….

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7 Gedanken zu „1. Tag

  1. widerstandistzweckmaessig

    Hallo Daniela!

    Ich habe für mich einen Entscheidung für die Challenge getrofffen.

    MEIN Müll ist nur der Müll, den ich selbst aktiv beeinflussen kann. Wenn mir jemand eine Zeitung vor die Tür legt, kann ich mich nicht dagegen wehren. Du wirst das Einkaufsverhalten Deiner Mutter nicht beeinflussen können, ich würde sagen, dass das daher nicht Dein Müll ist.

    Ist halt meine Meinung dazu.

    lg
    Maria

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    Antwort
  2. Philipp

    Hallo Daniela,

    ich sehe das wie Maria. Lass dich davon nicht entmutigen! Meiner Erfahrung nach beeinflusst es meine Mitmenschen viel stärker, wenn ich es einfach vorlebe. Es aufzuzwingen bewirkt eher das Gegenteil.

    Zum Orangennetz: Ich kenne deins nicht. Die, die ich kenne (diese roten), sind aus Kunststoff. Es gibt auch die roten, die textilartiger erscheinen. Mir fällt spontan nur ein recht unökologischer Test für Haushalte ein: Die Feuerprobe. Kunststoff schmilzt und wirft Blasen.

    Alles Liebe und Kopf hoch!
    Philipp

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    Antwort
    1. greenxbird Autor

      Ja, die aus Kunststoff kenne ich auch. Daraus macht meine Mutter (leider nur mäßig taugliche) Abwaschschwämmchen für mich 🙂

      Die, die ich meine sind vor allem beim Bio-Obst und Gemüse (bei REWE auch bei den „Wunderlingen“) drum herum. Sie fühlen sich schon sehr textilartig an.

      Gut, dann werd ich den Müll meiner Mutter somit einfach nicht mitzählen. Nein, nein, anderen etwas aufzwingen zu wollen hab ich schon vor langer Zeit aufgehört. Mittlerweile bin ich bewusst sehr schweigsam, was solche Themen anbelangt. Dass sich in ihrem Denken innerhalb der nächsten Jahre etwas verändert, wage ich allerdings zu bezweifeln.

      LG

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      Antwort
      1. Philipp

        Steter Tropfen höhlt den Stein. 😉

        Ich glaube, ich weiß, welche Netze du meinst! Was ist denn dein bisheriges Ergebnis?

        Alles Liebe,
        Philipp

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