Archiv für den Monat Mai 2015

5. Tag

Ich hatte mich so gefreut – Sonntag, keine Geschäfte offen, keine Möglichkeit zum Einkaufen und Müll produzieren. Was hab ich mich getäuscht.

Der Tag fing mit dem wöchentlichen Putztermin an (nebenbei gehe ich ein bisschen putzen). Dabei hab ich mich sogar noch – hoch motiviert – aus den Einweghandschuhen geschält und sie für ein weiteres Mal aufbewahrt.

Im Auto auf dem Weg zum Sommerfest des Kostnixladens dann die bittere Nachricht – Blisterverpackung landete im Müll, da Tabletten leer. Das wars dann mit Zero Waste….

Fürs Abendessen fehlte uns dann noch das Ciabatta, das ich eigentlich schon gestern besorgen wollte. Ohne EInkaufszettel bin ich echt verloren und vergesse alles. Also ausnahmsweise zum Spar beim Hauptbahnhof. Großer Fehler! Stress, Stress, Stress! In der Eile und Hektik hab ich mich das nächstbeste Ciabatta geschnappt, um nur ja möglichst schnell wieder da raus zu kommen. Ergebnis: 2 Frischhaltefolien rund ums Brot.

Danach dachte ich: Was solls, da das mit Zero Waste heute nix mehr wird, kann ich mich auch gleich an die Nähmaschine setzen und ein paar Dinge abarbeiten. So wurden insgesamt drei Hosen gekürzt, 4 Gemüsebeutel aus Tüll genäht und ein Haufen neuer Stoffservietten entstand dabei ebenfalls.

Die Müllbilanz des heutigen Tages sieht wie folgt aus:

  • Blisterverpackung von Tabletten
  • doppelt beschriebener Notizzettel
  • 5 Teebeutelverpackungen (für Kombucha) – beim nächsten Mal wieder losen Tee kaufen
  • 2 Frischhaltefolien von Ciabattas
  • 1 Mehlsackerl aus Papier (wird als Biomüllsackerl weiterverwendet)
  • 2 Pkg. Trockengerm
  • 1 Kunsstofftüte (war von der 1 kg Packung Brotgewürz – wird für die nächsten 2-3 Jahre Brot backen ausreichen)
  • 1 nasser Eierkarton
  • 1 Olivenölflasche + Metallverschluss
  • Stoffverschnitt, Fäden, Jeansabschnitte, Tüllverschnitt

Fazit des Tages: zumindest hab ich jetzt endlich die Gemüsebeutel, die ich schon seit Monaten nähen wollte und 2 kg Brot im Ofen.

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Angelikas Zusammenfassung der letzten Tage

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte mal geschrieben hab. Egal. Ich fang einfach mal so ab Freitag ca. an 😉

Freitag war es ur-warm, und nachdem ich ein paar Stunden im Augarten in der Sonne geröstet habe, musste ich auf dem Heimweg ein Eis kaufen 😉

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Ich weiß, das war wenig zero-waste, da es in einer Papierverpackung kam, aber ich bin mir sicher, dass entweder ich oder Joe (im Kiga) diese weiterverwenden können, also war das ok. Zusätzlich zu der Verpackung gabs natürlich den obligatorischen Kassazettel. Joe hat außerdem endlich seine tausend Aufstriche leer gemacht, wodurch 3-4 Plastikverpackungen anfielen. Die wurden dann gleich gewaschen und in unseren ‚leere nützliche Behälter‘ Karton gegeben, wo sie darauf warten, wiederverwendet zu werden 🙂

11357384_1137317896283453_5418688137415671914_oUnd vom Vortag lag noch eine Flasche Bier in der Wohnung herum (inkl. Kronkorken).
Außerdem waren wir Freitagabend Dumpstern, und konnten wieder mal sehr viel wunderbarste Lebensmittel (Mangos! Artischoken! Melonen! Blumen! … ) aus der Tonne fischen 🙂

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Am  Samstag   musste ich dann Klopapier kaufen. Dabei fiel nochmal ein Kassazettel an, die Klopapierhülle und das Klopapier-Kartonrollendings sehe ich nicht als Müll an, da beides wiederverwendet wird.

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Die Rolle zum Basteln für Joes Kiga Kids, die Tüte als Mülleimer-Sackerl.
Außerdem habe ich eine Packung Müsli, welche ich vor Wochen übers foodsharing gerettet habe, zu Ende gegessen.
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Da ich am Samstag wieder beim Denn’s übers Foodsharing Lebensmittel retten war, und natürlich wieder ein paar eingepackte belegte Weckerl mit nach Hause gekommen sind (für Joes hungrigen Magen), fielen diese Verpackungen auch an. Das wars dann aber auch schon. Halt, stimmt nicht. Ein Schoko-Kokos-Riegel wurde auch fertig gegessen und wir haben unseren Esstisch und Stühle besprüht, wobei eine der Spraydosen leer geworden ist. Ganz schlimmer Müll :(.. Ich hoffe, man kann die irgendwie entsorgen bzw zurückgeben, sodass sie richtig entsorgt/wiederverwendet wird..
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Heute, am Sonntag, wurde dann mein (letzter 😦 ) Reismilch-Tetrapak leer, der wurde ausgewaschen und für die ReCREATION am Dienstag beiseitegelegt. Daraufhin habe ich dann erstmal eeeewig lange Reismilch gemacht. Ich mach normal Nussmilchs und sowas eh oft selbst, aber an Reismilch hatte ich mich noch nicht gewagt. Schmeckt aber eigentlich ganz gut! Hab sogar einen Teil mit selbstgemachter Haselnuss-Dattel-Milch vermischt 🙂 Da ich den anderen Teil mit ca 1 EL Zucker gesüßt habe, wurde dadurch die Zuckerpackung leer und es fiel eine weitere Altlast an 😉
Gestern bei der VOKÜ ist ein gedumpsterter Bund Bananen (in Plastik verpackt) übrig geblieben, den hab ich mir noch mitgenommen und davon ist natürlich jetzt die Plastikhülle auch im Müll gelandet.

Das wars dann auch schon wieder müll-technisch von mir 🙂 Ich weiß zwar nicht, ob ich nach der Challenge ständig die Zeit und Lust habe, mir meine ‚Milch‘ selbst zu machen (obwohl das natürlich sowohl für den Geldbeutel, als auch für die Gesundheit besser wäre, weil dann wirklich kein Zusatzstoff-Scheiß drin ist), aber wir werden sehen. Vielleicht finde ich einen Kompromiss mit mir selbst, es einfach öfters selbst zu machen 🙂

Es ist auf jeden Fall ganz schön zu sehen, dass der meiste Müll bei mir von geretteten Lebensmitteln kommt 🙂

Tag 5 bei widerstandistzweckmaessig

Die Zeit verfliegt wie nix, schon der 5. Tag und endlich darf ich mich darüber freuen, dass heute wirklich gar kein Müll angefallen ist.

Hatte schon geglaubt, dass ich das gar nicht mehr schaffe, aber Sonntag ist dann scheinbar doch ein ganz guter Tag.

Einkaufen muss ich die verbleibenden Tage auch nicht mehr (zumindest aus heutiger Sicht) und so bin ich frohen Mutes.

Zu Mittag gab es Reste von der gestrigen Gemüsesuppe und am Abend habe ich eine Polentapizza gemacht. Für die Pizza habe ich ein paar wenige Überreste vom Wastecooking-Buffet des heutigen Vormittags verwendet.

Übrig geblieben ist nicht sehr viel von der Polentapizza, wir waren ganz schön hungrig und es hat super gut geschmeckt.

Polentapizza

Speiseplan

Durch die vielen Termine in den letzten Tagen war mein Speiseplan für diese Woche eher eine Anregung denn ein Plan, an den ich mich gehalten hätte.

Gegessen haben wir trotzdem sehr gut, es hat immer super lecker geschmeckt und vom Essen her ist bisher noch gar kein Müll angefallen obwohl ich mehrmals improvisiert habe. Das ist mir bis jetzt noch nie gelungen!

Endlich Feierabend ich freue mich schon auf einen ruhigen Abend – Computer aus!

Zero Waste in Deutschland Tag 5 :)

Heyho!

Und wieder ist ein Tag vorbei.

Heute kamen leider die Überbleibsel von gestrigem Arbeitstag raus:

Plastikmist: 2 Tüten und einmal Frischhaltefolie für die übrigen Lebensmittel vom Pizzabacken, da es vor Ort keinerlei Boxen oder ähnliches für den Transport nach Hause gab. Wie schon geschrieben, auch den Arbeitstag vorher mülltechnisch planen. Immerhin hab ich die Lebensmittel gerettet 😉
Zwei Plastikverpackungen vom Freund (sein Brot und Kekse) und eine Hafersahne-Verpackung vom Kochen heute. Die kriegt man meines Wissens nach hier nur in diesen Tetrapacks.

da graut's mir inzwischen vor

da graut’s mir inzwischen vor

pappe und papier von heute

pappe und papier von heute

Pappe und Papier: Ein Angebotsheft (gibt es auch online, wird in Zukunft nur online gelesen) und ein Karton von Kosmetiktüchern, die ich in Zukunft streiche.

Heute habe ich gelernt: Ich bin eine richtige Flyer- und Broschürensammlerin. Überall wo ich hingehe muss ich schauen, was es da so für Heftchen und Infos ausliegen hat (v.a. in der Uni), das kann ich supergut einsparen, in dem ich mir Infos von den Flyern einfach notiere und wieder weglege und online nachschau und Hefte nur mitnehmen, wenn sie wirklich nach dem Blättern spannend bleiben. Das ist mir seit dem ersten Tag der Challenge richtig bewusst geworden und wollt ich mal noch mit euch teilen.

Was haltet ihr davon, ein einheitliches Schreiben zu erstellen, dass man problemlos an Firmen per Mail schicken kann, um entweder nach alternativen Verpackungsmethoden ODER nach der Nachhaltigkeit /Materialien der Verpackung fragen kann? Ich denke ich würde das bei regionalen Herstellern auf jeden Fall probieren. Ich denke, dass es auch wichtig ist, unser Anliegen nach außen zu tragen und unsere Verbraucherrechte in Anspruch zu nehmen.

Hat da jemand Interesse? Dann kann ich das machen.

Benjamin 1. Bericht

Grüß euch!

Tut mir leid für den späteren Bericht, es ging einfach nicht früher…

1. Tag (Mittwoch) – Arbeitstag von 09:00 – 18:00 (danach Sport bis 21:00)
Kein Frühstück, Mittagessen gehe ich immer zum Kürbis und Kuchen in der Infeld.  (Sehr zu empfehlen) http://www.kuerbisundkuchen.at/
Wirken auf mich sehr nachhaltig und biologisch. Viel aus eigener Produktion. Jedoch gibt es immer einen Plastikteller vor Ort. Sprich man muss einen Teller selbst mitbringen um Müll zu vermeiden. Abendessen gab es vom Lebensmittelretten. Danke für die Teilnahme der Betriebe. Man spart Geld und Müll!

Tage 2-5 (Urlaubstage) – Segelfliegen, Nachtdienst bei Rettung und Besuch bei Freunden in Kärnten
Am ersten Tag frühstückte ich die am Tag davor geretteten Lebensmittel und kaufte bei einem bekannten Lebensmittelhandel zusätzliches Frühstück. Dabei versuchte ich so gut wie ging Müll zu vermeiden. Bei Tomaten kaufte ich eine Verpackung die laut Beschriftung „nachhaltig – biologisch abbaubar ist“ und bei Bananen bemerkte ich, dass diese mit Plastik zusammengebunden sind. Auch das Preisschild verursacht Müll. Dinge was sich anscheinend nicht vermeiden lassen?

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Zwei Käsekornspitz kaufte ich mir auch. Diese waren in Papier eingewickelt. Anscheinend habe diese aber eine Plastikbeschitung? Wasser nahm ich mir in meiner Sig Bottle Flasche mit, die ich schon seit Jahren besitze und verwende. Sieh toll aus und ist absolut zu empfehlen! (Meiner sieht man aber schon gröbere Gebrauchtspuren an…) Gut gestärkt ging es dann mit dem Segelflugzeug für 4 Stunden in die Luft.

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Am Freitag ebenfalls gekauftes Frühstück und Segelfliegen wie am Tag davor. Abends ein Nachtdienst bei der Rettung. Dort war der Kühlschrank ziemlich leer und wir gingen uns einen Döner (ich vegetarisch) holen. Plastiksackerl vermied ich. Alufolie ging leider nicht anders. Um 23:00 hat leider sonst fast nichts mehr offen außer Imbissbuden…

Am Samstag (nach dem Nachtdienst) musste ich für mein Auto noch wichtige Utensilien einkaufen. Unter anderem
– 1. Hilfe Packet
– Pannenweste
– ScheibenwischerwasserKaufte ich günstig für ca. 10€ bei einen Discont Lebensmittelgeschäft ein. Pannenweste und 1. Hilfe Packet sind in Plastik eingewickelt. Da kann man wohl nix machen bei solchen Dingen… Liegt im Ermessen des Herstellers vermutlich…
Beim Scheibenwischerwasser musste ich selbst überlegen. Erst überlegte ich ob ich mir selbst was mischen sollte, oder das kaufen. Dann entschied ich mich aber für das Kaufen, da ich dann wenn ich die Flüssigkeit selbst mache einen Behälter für sie habe, was ich bis Dato nicht hatte.

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Anschließend ging es zu Freunden zum Tischtennis spielen. Dort gab es Gulasch (vieles aus eigener Produktion), Bier, Radler und Wasser. Plastik war so gut wie nicht vorhanden. (Schicksal?!)

Heute Sonntag kam wieder in Graz an und meine Freundin kochte mir herrliche Semmelknödel mit Kraut und ich produzierte somit noch keinen Müll :P.
Lediglich CO2 vom Autofahren und Segelfliegen vielen an … (Aber das ist ja ein anderes Thema)

Resume bis jetzt: Man kann deutlich Müll reduzieren wenn man bewusst einkauft.

Liebe Grüße
Benjamin

Tag 4 und 5

Tag 4

Unser Tag begann gleich mit Einkaufen. Für uns ist die Langzeitplanung nicht so wichtig, da wir fast jeden Tag einkaufen gehen, aber das Wochenende sollten wir doch ohne zu hungern schaffen.

Unser erster Stopp war der Eduscho am Hauptplatz. Sandra hat dafür sogar die eigene Kaffeedose eingepackt. Den frisch gemahlenen Kaffee bekamen wir gleich in diese Dose hinein. Trotz taktischer Verwicklung der Verkäuferin in ein Zero Waste Gespräch wollte sie Sandra jede Menge Müll unterjubeln, der aber gut abgewehrt werden konnte.

  • Es gibt Pickerl zum Kaffee, damit man weiß was drinnen ist.
  • Die Werbung ist natürlich Pflicht.
  • Ein zusätzliches Sackerl wurde auch noch angeboten.

Scheint ja so, also hätte alles gut funktioniert. Leider erfuhren wir im Gespräch, dass Eduscho eigentlich keinen losen Kaffee führt. Er wird nur so Dargestellt. Tatsächlich wird der Kaffee in 1 kg Packungen geliefert und erst im Geschäft in die großen Behältnisse umgefüllt. Das trübte unseren Erfolg ein wenig, obwohl wir selbst nur den Kassazettel als Müll bekamen.

Weiter gings auf den Lendmarkt. Bei der Fleischerei Feiertag konnten wir alles in die mitgebrachten Tupperdosen geben lassen. Für den Verkäufer war das selbstverständlich. Auch bei der Wurstbudl gings Reibungslos. Es wurde zwar ein Papier zum Schneiden verwendet, uns dann aber nicht mitgegeben. Das Papier ist dann wieder zurück auf den Stapel und wird wiederverwendet.

Für Käsefreunde: Freitags und Samstag ist der Lendmarkt immer um einiges größer, dann ist auch ein Käser mit einem Stand dabei.

Das restliche Gemüse konnte natürlich wieder komplett verpackungsfrei gekauft werden.

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Auf den ersten Blick alles Verpackungsfrei. Der Kaffee tanzt leider aus der Reihe.

Wieder zuhause angekommen machte Sandra noch einen Trip zu Farmers, da wir noch Milchprodukte brauchten. Es gab wieder den üblichen Kassazettel dazu. Auch ein Tetrapak ist diesmal angefallen da die Rohmilch teilweise schwer im Magen liegt und für ein ungutes Gefühl sorgt.
Ich fing schon in der Küche an, denn meine Eltern kamen später noch vorbei und wir brauchten eine Geburtstagstorte. Etwas mit viel Schokolade kam Mülltechnisch nicht in Frage, somit wurde es ein Rhabarberstreuselkuchen. Mehl und Zucker haben wir noch genug, somit gibt es zumindest derzeit kein Müll. Eine Verpackung vom Backpulver blieb schlussendlich über.

Mit den Resten vom Rhabarber machte ich gleich noch ein bisschen Sirup. Wir verwenden dazu immer den fertigen Sirupzucker. Da wir diesen nur in 1 kg Packungen bekommmen, fiel auch hier etwas Müll an, bzw. kann man das Sackerl wiederverwenden.
Wir sind große Saft- und Marmeladeproduzenten. Im vergangenen Jahr mussten wir nur 3 oder 4 Flaschen Sirup zukaufen. Die Glasflachen werden allerdings fürs nächste Jahr weiterverwendet und heuer schaffen wir es hoffentlich durch. Letztes Jahr gab es die Sorten Minze, Zitronenverbene, Melisse, Holunder, Rosmarin, Lavendel und verschiedene Cuvèes der Sorten. Heute bekommen wir später noch Holunderblüten und die Produktion geht weiter. Mit der Marmelade dürften wir fast aufs Glas genau durch das Jahr kommen.

Nach dem Kuchen befüllte ich den Geschirrspüler. Dieser brauchte wiedermal Klarspüler. Wir hatten dafür noch eine Flasche Selbstgemachten vom OPEN reCREATION (die Rezepte findet ihr dort). Die Gläser glänzen gleich wie sonst, also sind wir schon zufrieden.

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Im Rahmen von OPEN reCREATION selbstgemachter Klarspüler

Abends ging es in die Volksküche, somit fiel kein weiterer Müll mehr an, da gedumpstertes Essen verwendet wurde. Ich war ziemlich erschrocken, weil die Mülltrennung bei so vielen Leuten in der VoKü anscheinend nicht gut funktionierte. Ich sortierte einmal kurz den Papiermüll durch, doch das Stück Papier von mir war das einzige wirkliche Papier. Sonst war hauptsächlich Plastik drin. Bevor es wirklich in den Müll geht, wird alles nochmals durchsortiert.

Heute steht eine Grillerei am Programm. Das sollte sich eigentlich ganz müllfrei ausgehen.

Schönen Sonntag noch

Sandra und Volker

Tag 2 – 4, neue Pläne

Oh je, ich hab’s ja ganz schön schleifen lassen. Ich stelle zunehmend fest, dass ich gar nicht so sehr die einzelnen Müll-Teile beachte, sondern noch viel mehr auf der Quellen-Suche bin – ich hoffe, das ist okay für die Challnge, zudem ich ja auch keine Fotos mache. Ansonsten – einfach Bescheid sagen. Unsere Hauptmüllquellen in den letzten Tagen:

– Katzenfutterdosen: Bei 5 teils allergischen Stubentigern steh ich vor der Wahl, pro Woche neun 800g-Dosen zu entsorgen oder eine Tiefkühltruhe anzuschaffen und dann den Plastikmüll zu erhöhen, weil Rohfleisch von überallher in Folie und tw. dann auch in Styropor verpackt versendet wird/werden muss.

– Fleischverpackungen: Hab’s bisher zweimal geschafft, Fleisch einfach in meine Tupperdose werfen zu lassen, sonst ist mindestens immer eine Tüte drum. Aber ganz ohne Fleisch geht’s nicht, das macht Männe nicht mit.

– Kassenzettel: Besonders lästig bei Kartenzahlung, da gibt’s dann idiotischer Weise immer zwei, und leider hilft es oft nichts, zu sagen, dass ich keinen will, denn die Kassen drucken automatisch und wenn ich sie dann vor Ort lasse, ist der Müll trotzdem da.

– winzige Anhängsel an gekauften Sachen: an einer Reisetasche sind sage und schreibe drei Schildchen, jeweils aus beschichteter Pappe mit so einer Art Kabelbinder befestigt.

– Papiermüll: wir haben online einen Flug in die Sommerferien gebucht, da kommt doch tatsächlich ein Katalog an, mit dem man die Sachen, die sonst im Flugzeug/Duty free angeboten werden, schon vorab bestellen kann und sie dann im Flugzeug erhält. Was für ein Schwachsinn. Also direkt einen bösen Brief an C***or geschrieben, aber natürlich war der Katalog mit sechzig Hochglanzseiten trotzdem da, samt Briefumschlag. Und die T***kom schickt eine dreiteilige Auftragsbestätigung in drei verschiedenen Briefen. (Erfolg beim Thema Papiermüll: Wir haben die blöde ADAC-Zeitung abbestellt, sowie die regelmäßigen Zeitschriften der Krankenkassen, in denen die restlichen Haushaltsmitglieder sind. Wir bekommen keine Gemeindebriefe mehr, und nur noch die Hälfte der Zeit die kostenlosen Zeitungen (nämlich immer dann, wenn Schüler sie austragen, die offenbar die drei Stufen bis zur Haustür nicht umsonst hochgestiegen sein wollen und daher den Aufkleber ignorieren).

– Verpackungen von Süßkram. Was soll ich dazu sagen. Da ist reduzieren wohl das einzige, was hilft. Wie gut, dass wir beide demnächst eh wieder mehr auf die Ernährung achten wollen.

– Zutaten zu Sachen, die man unterwegs isst: Bestelle ich gestern ein Stück Schokotorte und ein Glas Kakao in einem Café, sind da sage und schreibe drei Papierservietten, ein Strohhalm und ein eingeschweißter Keks dabei. Leider zwei der Servietten an der Torte und die dritte unter dem übergeschwappten Glas (= schokoladig = werden auf jeden Fall weggeworfen), der Strohhalm schon im Kakao. Nur den Keks konnte ich zurückgeben. Das heißt, da werde ich demnächst einfach präzise in meinen Anweisungen sein und hoffen, dass es hilft.

In Sachen Reduktion bin ich ansonsten noch nicht viel weiter. Werde demnächst mal die MoonCup ausprobieren, Süßigkeiten halbieren und ansonsten einfach weiter suchen, wo sich was sinnvolles und für uns derzeit umsetzbares ergibt – bin aber gerade ein wenig mutlos, weil gerade Männe oft spontan was (zu futtern) kauft und dann eben doch wieder gefühlte Tonnen an Plastikverpackungen (ganz schlimm auch dieses aufgeschäumte Zeug bei abgepacktem Fleisch) auflaufen… bäh.